Eifeleinsichten : Die weltbeste Geschichte!

Ich beginne diese Kolumne am Tag der Pressefreiheit, also am Donnerstag, also von hier aus gesehen vorgestern. Und fabuliere einfach drauflos. Frank, frei und solange man das, zumindest hier, noch darf, verdammt. Und werde vielleicht erst am Freitag, also gestern (man kommt ganz mit den Zeiten durcheinander), damit fertig. Ich musste nämlich äh, vorgestern schon mit dem Kolumnieren anfangen, weil alles so knapp war und ich dann noch nach Arzfeld gekracht bin, wegen Verbandsgemeinderat (also in etwa zweieinhalb Stunden, von jetzt aus gesehen, nicht von Samstag aus. Uh. Kompliziert.), und darüber dann gestern schreiben, weil das heute in der Zeitung stehen muss. Uff.

Deutschland ist übrigens nur auf Rang 15 auf der Liste der pressefreiesten Länder. 165 Plätze vor Nordkorea. Noch. Der Abstand könnte sich verringern, wenn gewisse Leute hier mal wirklich was zu kamellen kriegen und ihre kryptofaschistischen Begierden ausleben dürfen.

Das hier ist übrigens nicht die beste Geschichte der Welt. Ich hab das nur drübergeschrieben – billiger Lügenpressentrick! –, um Aufmerksamkeit zu heischen in all dem permanent nach Aufmerksamkeit kreischenden Internetgebimmel. Besser wär wohl gewesen, irgendwas mit „Skandal“ oder „Blechschaden“ drüberzuschreiben. Das sind nämlich die Artikel, die im Internetz am besten gehen. Ich frag nicht, warum.

Überhaupt, Freiheit: Heute hat Karl Marx Geburtstag. „Das Reich der Freiheit“, hat er gesagt, „beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört.“ Das kann also noch dauern. Die beste Geschichte der Welt ist übrigens „Das Geheimleben des Walter Mitty“ von James Thurber. Und jetzt bin ich so frei: Freedom! Revoluschön! Was? Wie? Ach ja. Auf nach Arzfeld! Et jit net jerannt!

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