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Kommandozentrale bekommt neuen Hausherrn

Kommandozentrale bekommt neuen Hausherrn

Von den unzähligen Gebäuden auf dem ehemaligen Bitburger US-Stützpunkt war eines besonders wichtig: das Headquarter. Die einstige Kommandozentrale, die zuletzt zur insolventen Firmengruppe Tix gehörte, wurde verkauft und soll in den kommenden Jahren komplett umgebaut werden.

Bitburg/Wittlich. Es gab Regeln. Und es gab einen Raum für diejenigen, die gegen diese Regeln verstießen. Soldaten, die dort vorgeladen wurden, mussten unter Umständen damit rechnen, degradiert zu werden.
Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die Amerikaner haben den Bitburger Nato-Stützpunkt Mitte der 90er Jahre verlassen. Der ehemalige Militärflugplatz ist jetzt ein Gewerbegebiet. Allerdings gibt es den besagten Raum nach wie vor.
Und er ist auch noch so eingerichtet wie damals: der Gerichtssaal. Dieser befindet sich im Headquarter, dem damaligen Hauptquartier des Stützpunktes. Dort hatte die Führung des US-Stützpunkts ihren Sitz. Dort waren auch die Rechtsabteilung und der Gerichtssaal.
Vom Glanz der unzähligen Trophäen, die von dem in Bitburg stationierten 36. Jagdgeschwader errungen und seinerzeit im Foyer des Headquarters ausgestellt wurden, ist heute nichts mehr übrig. Doch das möchte Manfred Hermes ändern. Der Chef einer Gebäudereinigungsfirma in Wittlich hat den Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von 3100 Quadratmetern gekauft, um ihn in den kommenden Jahren zu renovieren und umzubauen.
Gebäude soll vermietet werden


So soll der fensterlose Hallenklotz neben dem Bürogebäude komplett entkernt werden und dann eine Glasfront erhalten. Zudem plant Hermes eine bauliche Erweiterung, um mehr Optionen zu haben. Genaue Pläne für die Nutzung hat er noch nicht. Das Gebäude birgt von der Konzeption her viel Entwicklungspotenzial", sagt der neue Eigentümer, der das Headquarter nach dem Umbau vermieten möchte. Genau wie sein Vorgänger Matthias Tix. Dieser hatte das Gebäude 1998 von der Bundesvermögensverwaltung gekauft und danach bereits teilweise umgebaut. Tix nutzte das Gebäude nach Angaben des Flugplatz-Zweckverbands für einige seiner eigenen Firmen, vermietete aber auch einen Teil des großen Gebäudes an Fremdfirmen. Im Zuge seiner Insolvenz (der TV berichtete) musste sich der ehemalige Autohändler allerdings neben zahlreichen anderen Gebäuden auch vom Headquarter trennen. uhe