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Kommentar Landtagswahl Dettmer

Kommentar : Schnelldenker mit Ideen geht nach Mainz

Das ist auf Landesebene, aber auch für  für die Eifel der Hammer: Joachim Streit, der auf Listenplatz 1 kandidierte, hat es mit den Freien Wählern geschafft und die 5-Prozent-Hürde geknackt – mit dickem Rückenwind aus der Heimat.

Hier hat Streit zuletzt auch als Krisenmanager in der Corona-Pandemie gepunktet, wo der Eifeler Landrat etwa Veranstaltungen abgesagt und für das Tragen von Masken geworben hat, noch bevor dies auf Landes- oder Bundesebene ein Thema war. Aber Streit ist mehr als ein guter Krisenmanager, Streit ist Vollblutpolitiker, ein Schnelldenker mit Ideen. Ob Baukultur Eifel oder der Dorf-Check: Der promovierte Jurist hat die Eifel mit Initiativen nach vorne gebracht, die bundesweit für Aufmerksamkeit sorgten. Und klar war auch: Der will noch mehr. Doch dafür, so hieß es, ist er im falschen Verein. Offenbar nicht.

Rund 20 Prozent der Wähler stimmten in der Eifel für die Freien  – womit diese im Kreis zur drittstärksten Kraft nach SPD und CDU aufgestiegen sind. Ein Ergebnis, das sich auch im Abschneiden der Direktkandidaten spiegelt, wo SPD-Mann Nico Steinbach zum zweiten Mal in Folge vorne liegt. Beachtlich: Neuling Jakob Streit schafft es im Windschatten seines Vaters aus dem Stegreif auf Platz 3 – was CDU-Mann Michael Ludwig Stimmen gekostet hat. Das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Steinbach und Ludwig blieb aus.

Folgt dafür eins bei der Neuwahl des Landrats? Gesucht werden Köpfe mit Persönlichkeit.

d.dettmer@volksfreund.de