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Kommentar: Schon wieder Baustopp beim Seniorenheim in Prüm

Schon wieder Baustopp : Kommentar zum Seniorenheim Prüm: Pleiten, Pech und Pannen

Schon wieder Baustopp beim Seniorenheim in Prüm. Dazu hat unsere Reporterin eine Meinung. Dass der Bauträger sich nicht zur aktuellen Lage äußern möchte, hält sie für alles andere als beruhigend.

"Hier entsteht die Pflegeimmobilie Teichplatz, Fertigstellung 2020" steht auf einem großflächigen Plakat, das vor dem sichtbar nicht fertiggestellten Objekt an einem Bauzaun befestigt ist. Die Eröffnung – sie wäre eigentlich schon längst über die Bühne gegangen. Doch dazu kam es bislang nicht. Immer und immer wieder gab und gibt es Pannen. Es startete mit Baumängeln am Parkhaus und einer fehlenden Statik, es folgten Corona-Pandemie, Insolvenz des Generalunternehmers, zuletzt ein Müll- und Rattenproblem. Nun kommt der nächste Hammer. Die Baufirmen, die nach der Insolvenz des Generalunternehmens eingesprungen sind, um das Objekt fertigzustellen, bekommen seit einem halben Jahr kein Geld vom Bauträger. Das lässt Schlimmstes befürchten. Von Anfang an war das ganze Bauvorhaben kein Ruhmesblatt für die Firma Primus Concept GmbH. Stellt sich die Frage, ob dieses für Prüm wichtige Projekt in bester Lage gerade vor die Wand gefahren wird oder es ein verspätetes Happy End gibt wie in Unterammergau. Die vielen Kapitalanleger werden sich zu Recht um ihr Geld sorgen. Dass sich der Bauträger nicht zur aktuellen Lage äußern möchte, ist alles andere als beruhigend.

s.glandien@volksfreund.de