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Kommentar zu den Wahl-Nöten in den Dörfern

Kommunen : Das Hauptproblem lauert woanders

Soll die Wahlurne reisen, oder sollen das die Bürger tun? Keine Variante ist perfekt. Die fünf Orte in der Südeifel entschieden sich für Letzteres und einen gemeinsamen Stimmbezirk – praktikabel, aber eben auch nicht ohne Tücken, weil jeder am liebsten in seinem Ort wählen geht.

Und nicht alle können oder wollen dafür woanders hinfahren.

Dass sie diesen Stimmbezirk zwar bei Wahlen für den Bundestag bilden dürfen, bei der anstehenden VG-Bürgermeisterwahl aber nicht – schon seltsam. Davon abgesehen aber dürfte eine Entwicklung gravierender sein als die Frage, wie denn nun das Wahlgeheimnis am besten gewahrt wird: Dass es nämlich immer weniger Menschen gibt, die sich überhaupt noch in die kommuale Verantwortung nehmen lassen – als Bürgermeister, im Gemeinderat, im Wahlvorstand. Ein Problem, das gerade die sehr kleinen Eifelgemeinden künftig immer mehr beschäftigen wird.
f.linden@volksfreund.de