Kommission macht Hoffnung

HABSCHEID. (kth) Einen ganzen Vormittag war die Gebietskommission Trier im Westeifeldorf Habscheid unterwegs. Im Dorf des Kreissiegers rechnet man sich auch gute Chancen beim Gebietsentscheid aus. Am 25. Juli werden die Sieger der Hauptklasse bekannt gegeben.

Fast ein Fünftel der Habscheider Dorfbewohner hatten sich mitten in der Woche auf dem Platz beim Kindergarten versammelt. Wichtiger Besuch wurde erwartet - die Gebietskommission aus Trier, zuständig für den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".Ortsbürgermeister Theo Igelmund und Verbandsbürgermeister Aloysius Söhngen begrüßten die sieben Mitglieder mit Alfons Hausen und Edgar Möller, beide von der Aufsichts- und Dienstleistungs- Direktion (ADD), an der Spitze. Fast drei Stunden dauerte die Besichtigungstour im voll besetzten Reisebus durch das weit auseinander gezogene Straßen- und Haufendorf mit seinen Ortsteilen Hollnich und Hallert.Auf Hallert wurde der landwirtschaftliche Musterbetrieb Fiedler besichtigt. In Hollnich warfen die Kommissionsmitglieder einen Blick in die kleine Kapelle, sie interessierten sich außerdem für das Gerätehaus der Feuerwehr und für das restaurierte Haus Mereien mit seinem vorbildlich gestalteten Hof und den prächtigen Blumenbeeten. Auch die Grillhütte und die Außenanlagen des Seniorenheims St. Peter wurden in Augenschein genommen.In Habscheid führte Ortsbürgermeister Igelmund die Gäste unter anderem auf den Sportplatz, zum Friedhof und in die Kirche. Er erläuterte die Bürgeraktivitäten und die wirtschaftliche Entwicklung der 800-Seelen-Gemeinde Habscheid-Hollnich.Beim Abschlussgespräch im herausgeputzten Saal des Dorfgemeinschaftshauses berichteten die Vorsitzenden der Habscheider Vereine wie Musikverein, Kirchenchor und Männergesangverein von ihren zahlreichen Veranstaltungen. Die Tanzgruppe "Lolli-Popps" demonstrierte auf der Bühne, dass auch die Geselligkeit in Habscheid einen hohen Stellenwert hat.Jury spart nicht mit Lob

Von all dem zeigte sich die Gebietskommission beeindruckt. Kommissionsleiter Hausen, bei der ADD Referatsleiter für ländliche Entwicklung, lobte vor allem den Bürgersinn für die Dorfgestaltung und die aktive Jugendarbeit der Vereine. Marie-Luise Niewodniczanska, zuständig für den Bewertungsbereich Baugestaltung und -entwicklung im privaten Bereich, hatte bei alten und neuen Bauten viel Positives entdeckt. Die Architektin machte aber ebenso wie Bauamtsrat Edgar Kiwel, der die öffentlichen Bauten bewertet, Verbesserungsvorschläge.Überwiegend positiv bewertet wurden auch die wirtschaftliche Entwicklung, die vielen Initiativen, das soziale und kulturelle Leben, die Begrünung des Ortes und die Einbettung des Dorfes in die Landschaft. So lautete denn auch das Fazit des Abschlussgesprächs: Die Chancen im Wettbewerb gegen die Konkurrenten Klüsserath, Deudesfeld, Üxheim-Leudersdorf, Erden und Welschbillig-Hofweiler stehen gut. Die Entscheidung fällt am 25. Juli.