Kommunale Netze: Arbeiten im Plan, Kosten im Rahmen

Kommunale Netze: Arbeiten im Plan, Kosten im Rahmen

Die Arbeiten am neuen Verwaltungsbau der Kommunalen Netze Eifel in Niederprüm gehen voran - und liegen bisher exakt im Plan. Das ehemalige Kreiswasserwerk gibt für den neuen Standort etwa 3,8 Millionen Euro aus.

Prüm-Niederprüm. Spatenstich im Frühling, Halbzeit im Sommer - zumindest was die bisherigen Ausgaben betrifft: Die Kommunalen Netze (KNE) lassen im Niederprümer Gewerbegebiet Auf Rietzfeld ihren neuen Verwaltungssitz errichten (der TV berichtete). Preis: etwa 3,8 Millionen Euro für die reinen Bauarbeiten, insgesamt wird das Vorhaben etwa 4,5 Millionen kosten.
Auch Bauhof zieht um


Am neuen Standort wird künftig auch der KNE-Bauhof angesiedelt sein und dazu aus Pronsfeld umziehen. Etwa 40 der insgesamt 50 KNE-Beschäftigten werden in Niederprüm arbeiten, die übrigen an den Außenstellen in Mettendorf und Neustraßburg.
"Es nimmt so langsam Gestalt an", sagt KNE-Vorstandsmitglied Wilhelm Heck. "Wir sind voll im Zeitplan. Wenn alles glattgeht, haben wir in sechs, maximal sieben Wochen das Dach auf dem Betriebsgebäude."
Zeitplan eingehalten, Kostenplan auch? Ganz offenbar: "Wir haben jetzt für gut 1,8 Millionen Euro Ausschreibungen gemacht und liegen genau im Kostenrahmen." Zwar habe es hier und da geringe Abweichungen gegeben - aber wenn ein Gewerk dann vielleicht ein paar Tausend Euro teurer wurde, sei das an anderer Stelle wieder ausgeglichen worden, weil man günstiger hinkam.
Alles im Plan: Das hört der steuerzahlende Bürger als eigentlicher Bauherr gern, und auch den "Chefs" der KNE, Landrat Joachim Streit und Klaus Jensen, Oberbürgermeister von Trier (siehe Extra), sollten diese Nachrichten gefallen.
So soll es auch weitergehen: Bis Ende September, spätestens Mitte Oktober, sagt Wilhelm Heck, werde der Rohbau der neuen KNE-Zentrale stehen: "Im Moment gehen wir davon aus, dass der Zeitplan von der Firma Weiland eingehalten wird." Danach soll der Innenausbau folgen - dabei wolle man über den Winter auch die vermutlich günstigere Preislage in der Baubranche nutzen, sagt Heck. Auch dabei setze man vorrangig auf heimische Firmen, von denen fast alle aus einem Radius von etwa 50 bis 60 Kilometern um Prüm herum stammen. Heck: "Das ist doch schön, wenn\'s Geld in der Region bleibt."
Bis zum Einzug in die neue Zentrale werde aber noch gut ein Jahr vergehen: Man rechne mit Oktober 2014, sagt Wilhelm Heck. "Das ist auch realistisch." fpl
Extra

Die Kommunalen Netze Eifel (früher Kreiswasserwerk), wurden im Januar 2009 als Anstalt öffentlichen Rechts mit Sitz in Prüm gegründet. Ihre Aufgabe: die Trinkwasserversorgung im Eifelkreis zu gewährleisten und zu verbessern. Auch zusätzliche Aufgaben sind vorstellbar: Möglich wäre die Übernahme der Abwasser-Betriebsführung für die Verbandsgemeinden im Kreis oder die Versorgung der Haushalte mit Strom und Gas. Der Jahresumsatz liegt bei etwas mehr als neun Millionen Euro. Die KNE gehören zu 75,1 Prozent dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und zu 24,9 Prozent den Stadtwerken Trier. fpl

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