Kommunalreform: Keine Gespräche zwischen Prüm und Oberer Kyll

Kommunalreform: Keine Gespräche zwischen Prüm und Oberer Kyll

Es wird keine offiziellen Gespräche zwischen den Verbandsgemeinden Prüm und Obere Kyll geben. Das Land hat sich dagegen ausgesprochen. Die Ratsmitglieder auf beiden Seiten reagieren mit Bedauern. Vor Wochen hatten sie sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, diese Alternative zu prüfen.

Im Ratssaal der Verbandsgemeinde (VG) Prüm herrschte eine hervorragende Stimmung. Gerade hatte der Rat einstimmig beschlossen, Gespräche mit der VG Obere Kyll über eine Fusion aufzunehmen. Eine Entscheidung, die Diane Schmitz, Bürgermeisterin der Oberen Kyll, erfreut zur Kenntnis nahm. Mit ihr waren zahlreiche weitere Vertreter aus der Nachbarkommune nach Prüm gereist.

Doch nur wenige Wochen später ist all das nur Makulatur. In einem Schreiben hat das Innenministerium den Bürgermeistern mitgeteilt, dass die Fusion ganzer Verbandsgemeinden über Kreisgrenzen hinweg nach dem "ersten Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform" nur möglich ist, wenn die Landkreise zustimmen. Der VG Obere Kyll wird empfohlen, sich auf die Gespräche mit Hillesheim und Gerolstein zu konzentrieren (der TV berichtete) "Damit ist uns die Geschäftsgrundlage entzogen, was eine Gesamtfusion angeht", sagt Aloysius Söhngen, Bürgermeister der VG Prüm. "Eine große Lösung scheidet damit aus." Nun müsse man abwarten, was die Gespräche von Bürgermeisterin Schmitz mit Hillesheim und Gerolstein ergäben.

Diane Schmitz, Bürgermeisterin der VG Obere Kyll, bedauert, dass diese Variante nun nicht mehr offensteht. "Wir können jetzt leider keine andere Alternative mehr prüfen." Stattdessen werden die Gespräche mit Hillesheim und Gerolstein fortgesetzt. Bis zum Herbst gebe es zum einen Gespräche von Arbeitsgruppen, die sich mit den verschiedenen Aspekten von Infrastruktur bis Feuerwehr befassen. Einmal im Monat treffen sich außerdem die Lenkungsgruppen aus den drei Verbandsgemeinden. "Diese Termine sind bis Mitte Dezember festgelegt", sagt Schmitz. Bis zum Jahresende soll ein Fusionsvorschlag erarbeitet werden, der dann öffentlich vorgestellt und in den Räten der drei Verbandsgemeinden beraten werden soll.

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