KOMMUNALREFORM

Zum Artikel "Die Irreler sind Bürger zweiter Klasse" (TV vom 8. April) und dem Leserbrief "Bürger dritter Klasse …" (TV vom 12. April) schreiben diese Leser:

Die Berichterstattung des TV und die Lesermeinung von Frau Wollwert halte ich sachlich für unhaltbar. Wenn Frau Wollwert für eine Fusion der VG Irrel mit Bitburg-Land plädiert, dann müsste sie den Bürgerentscheid unterstützen und gegen die Zwangsfusion mit Neuerburg stimmen. Der TV trägt leider mit seiner Berichterstattung dazu bei, die Bürger zu verunsichern, weil er dem Bürgerentscheid eine geringe Aussagekraft beimisst und ihn so vorab negativ bewertet. Die Bürger der VG Irrel lassen sich von niemandem vor einen Karren spannen. Allen muss aber klar sein, dass eine Fusion mit Neuerburg ausschließlich Nachteile bringt. Daher müssten alle Parteien in der VG an einem Strang ziehen und versuchen, die Fusion zu verhindern. Andere Alternativen gibt es genug. Leider scheint es der SPD im VG-Rat egal zu sein, was mit der VG Irrel passiert. Je eindeutiger das Votum gegen die Fusion mit einer entsprechend hohen Wahlbeteiligung ausfällt, umso größer sind die Chancen, dass die Landesregierung von diesem Vorhaben Abstand nimmt. Wenn man sich den bisherigen Verlauf der dilettantisch angegangenen Reform anschaut, muss man zudem damit rechnen, dass alle Zwangsfusionen vor Gericht keinen Bestand haben, weil der Bürgerwille missachtet wird. Es lohnt sich meiner Meinung nach daher, am 28. April mit "Nein" zu stimmen. Rudolf Otten, Holsthum