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Konflikte sind nur durch Kompromisse zu lösen

Kommentar zur Waldnutzung : Konflikte sind nur durch Kompromisse zu lösen

Der Wald ist Lebensraum, Jagdrevier, Naherholungsgebiet, Touristenmagnet und Geldanlage. Das Wild will dort leben, Jäger wollen jagen, Wanderer wandern, Touristiker werben und Waldbesitzer Holz verkaufen. Und das ist ihr gutes Recht. Denn der Wald gehört allen. Und alle sollen und dürfen ihn nutzen, allerdings nicht ohne Rücksicht auf Verluste und andere.

Ist es sinnvoll, einen Wanderweg durch ein Habitat zu verlegen, mit dem Motorrad ausgerechnet in einem sensiblen Ökosystem zu trainieren oder Wildschweine mittels unsachgemäßer Kirrungen durchzufüttern statt zu dezimieren? Sicher nicht.

Kompromisse sind also nötig. Und werden auch schon oft gesucht und gefunden. Fehler passieren dennoch weiter auf allen Seiten. Und die Fronten verhärten sich, weil der Wald gerade in jüngster Zeit zum Reizthema und somit zur Konfliktzone für ideologische Grabenkämpfe geworden ist.

All das muss aber beiseite, wenn man eine gemeinschaftliche Debatte und Nutzung hinbekommen will. Wer gehört werden will, wenn er in den Wald hineinruft, der muss schließlich auch das hören, was zurückhallt.

c.altmayer@volksfreund.de