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Kontrollen zeigen Wirkung: Weniger Verkehr in den Wintersportgebieten

Ruhiges Wochenende für Prümer Polizei : Kontrollen zeigen Wirkung: Weniger Verkehr in den Wintersportgebieten

Rund um die Wintersportgebiete am Schwarzen Mann und in der Wolfsschlucht ist es dieses Wochenende vergleichsweise ruhig geblieben, meldet die Polizei Prüm.

Die verstärkten Kontrollen und Sperrungen der Straßen haben offenbar Wirkung gezeigt. „Ein bisschen Anreiseverkehr gab es schon“, sagt ein Sprecher der Polizei: „Aber die meisten sind wieder umgekehrt, wenn sie die Streifenwagen gesehen haben.“

Lediglich auf einem Hang bei Ormont, Verbandsgemeinde Gerolstein, hätten Rodler die Straße zugeparkt. Nachdem die Polizei die Wintersportler per Lautsprecher aufforderte ihre Wagen wegzufahren, sei die Sache aber schnell geklärt gewesen.

Anlass für das Großaufgebot der Polizei war das Chaos vor einer Woche. Als sich Hunderte Menschen auf den Pisten tummelten und Straßen und Waldwege zuparkten. Was zu rund 170 Verwarnungen wegen Missachtung von Verkehrsregeln und Corona-Bestimmungen führte.

Dass das perfekte Winterwetter aber auch ausgerechnet während einer Pandemie herrschen muss. Denn zwar macht die Schneifel hrem Namen derzeit wieder alle Ehre. Doch auch hierzulande schneit es seit Jahrem immer seltener. Schuld ist der Klimawandel.

Schneespaß und Corona-Kontrollen rund um Hermeskeil

Noch fällt rund um Prüm an durchschnittlich 40 Tagen im Jahr Schnee, in Daun und Gerolstein sogar an 50 Tagen. Das geht aus einer Klimatabelle der Internetseite „diebestereisezeit.de“ hervor. Was etwa im Vergleich mit Bitburg ganz schön viel ist. Denn hier schneit es im Mittelwert nur an 23 von 365 Tagen.

Das meiste kommt in den Monaten Januar und Februar herunter. Aber in den Höhenlagen ist auch eine weiße Weihnacht nicht ausgeschlossen. Denn an im Schnitt sieben bis zehn Tagen fällt auch im Dezember Schnee im Norden.

Seltener lässt sich die weiße Pracht im Oktober oder November beobachten. Und auch im März und April, wenn in der Südeifel schon der Frühling Einzug hält, stecken die Prümer, Dauner und Gerolsteiner gelegentlich noch im Winter.

Dass der aber auch in der Schneifel immer kürzer wird, zeigt sich an den Debatten um die Zukunft des Skigebietes am Schwarzen Mann. Denn selbst hier, in 700 Meter luftiger Höhe, wird die Schneedecke seit Jahren dünner. Was die Verbandsgemeinde Prüm zwingt, sich über ein neues Tourismuskonzept Gedanken zu machen.

Aus dieser Perspektive ist es verständlich, dass die Eifeler sich dieses Jahr noch einmal in den Schnee stürzen wollen. Denn wer weiß schon, wie lange sie noch weiße Winter vor der Haustür erleben dürfen?