Kontroverse Debatte zum Tempo-30-Vorstoß der SPD

Bitburg · Mehr Kontrollen und Tempo 30 in der ganzen Stadt: Das hat die SPD gefordert - und sorgt für Diskussionen.

Bitburg (scho) Die einen schimpfen, dass es Abzocke wäre, wenn die Stadt Bitburg regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen einführen würde. Andere halten das hingegen für eine gute Idee, um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. Der Tempo-30-Vorschlag der SPD hat bei den Lesern unserer Internet-Seite Facebook Bitburg jedenfalls für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt.
Jessica Berner Egen vermutet: "Die Sozialdemokraten wollen wohl den defizitären Stadthaushalt aufpolieren. Bei Tempo 30 rollt der Bußgeld-Rubel, und zwar in die gewünschte Richtung: vom Bürger zum Staat!" Sicher täte etwas mehr Geld auch der Stadtkasse nicht schlecht. Aber der SPD geht es hauptsächlich darum, für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen (der TV berichtete).
Wolfgang Eppers wiederum weist darauf hin, dass es ja schon einige Tempo-30-Zonen gibt - aber sich daran kaum einer halten würde: "Kommt in die Theobald-Simon-Straße. Wenn dort die Muttis und Pappis ihre Kinder zur Nordschule bringen und wieder abholen, wird Tempo 30 dabei so gut wie nie eingehalten." Eine Erfahrung, die Christian Schares teilt: "Vor unserer Haustür ist Tempo 30 und ein Kinderspielplatz. Es ist unerhört, wie manche Autofahrer sich dort verhalten." Meggi Roth kennt das und fordert, dass die Stadt in den Tempo-30-Zonen auch kontrollieren sollte. Das sieht auch Michi Kandels-Schares so. Oliver Loch hätte nichts gegen Tempo 30 in der ganzen Stadt: "Geht genauso schnell wie ohne Begrenzung."
Christian Jäger hingegen hält davon gar nichts: "Die SPD will doch nur den Haushalt auf Kosten der Autofahrer aufbessern." Günther Reiland verweist auf die Stadt Trier, die mit Kontrollen satte Beträge einfährt. Tatsächlich hat Trier allein in neun Monaten 1,5 Millionen Euro Bußgeld eingestrichen. Unabhängig von den möglichen Einnahmen findet Werner Stein: "Das hätte man schon vor der Testphase des Innenstadtrings machen sollen. Vielleicht hätte er dann eine Chance gehabt." Und wo wir schon mal beim Innenstadtring sind, dem trauert auch Hans-Leo Müller nach: "In Bitburg erwartet mann seit ewiger Zeit ein Verkehrskonzept, bei dem Fußgänger, Rad- und Autofahrer angemessene Berücksichtigung finden. Der Innenstadtring wäre bei durchdachter Planung ein Anfang gewesen."