Konzert in der Prümer Basilika

Konzert in der Prümer Basilika

Das Collegium Vocale unter seinem Leiter Harald Thome hat in der Prümer Basilika ein adventliches Konzert gegeben.

Prüm. Das 13-köpfige Männer-Vokalensemble Collegium Vocale ist seit Jahren überregional bekannt für seine Auftritte mit breitgestreutem Repertoire. Das mit weit mehr als 300 Zuhörern gut besuchte Prümer Konzert stand unter dem Titel "Veni, veni Emmanuel", dem alten Adventslied, das die Vorfreude auf Weihnachten und damit den speziellen Charakter des Advents (Gaude, gaude! - Freue Dich!) aufgreift. Entsprechend dieser Vorgabe gelang es dem Ensemble im halligen Kirchenraum der Basilika, den Charakter des Advents (Warten, Stille, Dunkel) hör- und spürbar zu machen. In vier theologisch und thematisch getrennten Abschnitten wurde von alter Musik (gregorianischer Choral, Gallus, Hasler, Palestrina) bis hin zu modernen Vertonungen (Biebl, Corboz, King\'s Singers, Maybepop, Thome) ein höchst abwechslungsreiches und zum Teil überraschendes Programm geboten.
Eigens für das Prümer Konzert schuf der Komponist Peter Schindler das Chorwerk "Lux orta est eis" (Ein Licht entstand ihnen), das hier seine Uraufführung erlebte. Insbesondere in der zweiten Hälfte des Konzertes, nachdem sie sich auf die schwierige Akustik eingestellt hatten, überzeugten die Sänger durch dynamische Bandbreite, Präzision und differenzierte Interpretation der stilistisch höchst unterschiedlichen Werke, vom Soloterzett bis zum achtstimmigen Doppelchor. Die Abschnitte wurden jeweils durch einen kurzen Text eingeleitet und durch eine moderne Orgelkomposition über "Veni, veni Emmanuel" abgerundet, von Marcel Berens an der Orgel klug gewählt, interessant registriert und souverän gespielt.
Das Publikum honorierte die musikalische Leistung mit stehendem Applaus. red
Wegen des beruflich bedingten Ausscheidens von zwei Tenören ist das Collegium Vocale auf der Suche nach mindestens einem neuen ersten Tenor.

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