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Konzert mit Kremer Quintet im Jazz-Ballroom in Bitburg

Konzert : Bitburg: Jazz-Leckerbissen am Sonntagmorgen lockt viele Zuschauer ins Bowlingcenter

Mit einem Konzert des Pierre Kremer Quintet landete die Jazz-Initiative Eifel einen Volltreffer. Viele Musikfreunde kamen nach Bitburg ins Bowlingcenter.

Dieses Konzert zählt sicherlich zu den Höhepunkten in der Reihe „Sonntags-Jazz um 11“. Es war Chet Baker gewidmet, einem großen Musiker, der zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten ist. „Umso mehr freuen wir uns, dass mit dem Pierre Kremer Quintet hervorragende Musiker und mit Monica Casula eine ebenso tolle Sängerin zu uns gekommen sind“, kündigte Rolf Mrotzek von der Jazz-Initiative Eifel an. „Es ist nicht nur ein Konzert, sondern eher eine Bühnenshow.“

 Gitarrist Gilles Grethen beim Konzert mit dem Pierre Kremer Quintet .
Gitarrist Gilles Grethen beim Konzert mit dem Pierre Kremer Quintet . Foto: Höser Rudolf

Was er damit meinte? Die vorgetragenen Musik wurde lebendig bebildert mit historischen Fotos, Plakaten und Zitaten aus der Schaffenszeit von Chet Baker. „Und das passte ganz wunderbar. Die Illustrationen haben das verstärkt, was die Musiker und die Sängerin in bester Art und Weise intonierten“, stellte Bernhard Gies in der Pause fest.

Pierre Kremer, ein virtuoser Trompeter, der in luxemburgischem Dialekt gefärbte Ansagen zu den Stücken machte, tat sein Übriges mit den charmanten Erklärungen rund um die Persönlichkeit und die Musik Bakers. Der war ein brillanter Musiker und quasi Autodidakt, ein Star der Jazz-Musik der 1950er Jahre, des „coolen“ Jazz der US- Amerikanischen Westküste. „Dieser Stil ist gemäßigter, entspannter und harmonischer, ein Stil näher an der klassischen Musik. Die Melodie­linien sind weniger akzentuiert und virtuos als beispielsweise beim Bebop“, erklärte Kremer.

 Von links: Monica Casula (Gesang), Gilles Grethen (Gitarre), Tom Reiff (Bass), Gast Gnad (Posaune), Pierre Kremer (Trompete), Stefano Monaco (Schlagzeug) und Eugène Bozzetti (Saxofon) beim Sonntags-Jazz.
Von links: Monica Casula (Gesang), Gilles Grethen (Gitarre), Tom Reiff (Bass), Gast Gnad (Posaune), Pierre Kremer (Trompete), Stefano Monaco (Schlagzeug) und Eugène Bozzetti (Saxofon) beim Sonntags-Jazz. Foto: Höser Rudolf

Der gut­aussehende Chet Baker wurde schnell zur Galionsfigur dieses Stils, und die Leser des Magazins „Down Beat“ kürten ihn 1953 vor Louis Armstrong, Dizzy Gillespie und Miles Davis zum besten Trompeter des Jahres. Ab den 1970er Jahren spielte Baker bis zu seinem Tod im Mai 1988 in Amsterdam fast ausschließlich in Europa.

Das Luxemburger Pierre Kremer Quintet trat in dieser Besetzung auf: Monica Casula (Gesang), Pierre Kremer (Trompete), Gast Gnad (Posaune), Gilles Grethen (Gitarre), Tom Reiff (Bass) und Stefano Monaco (Schlagzeug). Als Gast mischte Eugène Bozzetti (Saxofon) mit.

Der nächste „Sonntags-Jazz um 11“ findet am 15. Mai im Jazz-Ballroom im Bowling-Center Bitburg statt, Charles-Lindbergh-Allee 5. Der Eintritt ist frei.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Jazzkonzert mit der Formation Pierre Kremer Quintet