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Koxhausener Burgbrenntüte hilft über den Schmerz

Hüttenbrennen mal anders : Koxhausener Burgbrenntüte hilft über den Schmerz

Die jungen Leute aus dem Ort hatten sich in diesem Jahr etwas Besonderes zum Schafsonntag einfallen lassen.

Kein Burgbrennen in diesem Jahr? Das kam für die jungen Leute aus Koxhausen nicht in die Tüte. Fest stand: Die Tradition kann nicht so stattfinden wie üblich. Wegen Corona.  Denn wichtig sei es allen gewesen, sagt Mitorganisatorin Karin Flesch, dass alles regelkonform ablaufe. Also fanden die jungen Leute eine kreative Lösung für dieses besondere Jahr.

Es wurde für jedes Haus eine Burgbrenntüte  gepackt – individuell gefüllt (je nachdem, wer im Haus wohnt)  mit  Bildern, Eiern, Schnaps (für die Großen), Organgensaft (für die Kinder) und einem Gruß.  Die Tüten wurden am Samstag vor die Türen der Koxhausener gestellt.

Wer wollte, konnte am Sonntag die Leckereien aus der Tüte naschen und dabei das Feuer anschauen – vom Auto aus, in gebührender Entfernung zum Feuer. Das half sicher manchem ein wenig über den Schmerz hinweg, dass dieses Jahr alles anders war. Und im nächsten Jahr? Dann könnte es wieder ganz traditionell ablaufen, wenn die Dorfjugend am Samstag vor dem Hüttenbrennen durchs Dorf geht und ruft: „Eia rous, Eia rous, sos kint de Wolf ant Hous“.

 Und auch ein Feuer gab es dieses Jahr – wenn auch ohne Menschenansammlungen drumherum. 
Und auch ein Feuer gab es dieses Jahr – wenn auch ohne Menschenansammlungen drumherum.  Foto: tv/Dorfjugend Koxhausen

Übrigens: Das im vergangenen Jahr zum Burgbrennen gesammelte Geld, mit dem die Dorfjugend im Laufe des Jahres normalerweise einen Ausflug macht, wurde gespendet: an die Villa Kunterbunt in Trier.