Kreativ und professionell

Auf nichts ist mehr Verlass. In Oberweis hat der Campingplatz-Pächter keine Lust mehr auf Oberweis, in Neuerburg sind sich alle über den Kläranlagen-Standort einig, und rund um Spangdahlem ist es ruhig, weil ein Teil der amerikanischen Piloten in Rumänien in den Ferien ist, um ein wenig Krieg zu spielen.

Wenn das so weiter geht, dann werden Bitburg-Prüms Landrat Roger Graef und Grünen-Frontfrau Rosi Biwer noch gute Freunde, vertritt der Stadtrat Bitburg eine einheitliche Linie beim Thema Stadthalle, wird Holland nicht nur in Nintendo-Spielen Fußballweltmeister und erklärt der Kleinkreis Daun seinen freiwilligen Beitritt zum Eifelkreis Bitburg-Prüm. Das wäre fast so schlimm wie die angekündigte Bierpreiserhöhung. Die hat scheinbar nicht nur bei mir für große Verwirrung und Sprachlosigkeit gesorgt. Auch die Pressestelle eines überregional bekannten Bitburger Unternehmens konnte bisher nicht so recht sagen, ob meine geliebten Stubbis teurer werden. Woher sollen die das auch wissen? Apropos Professionalität: In Bitburg soll wie in Wittlich bereits vor Jahren geschehen, ein Leerständemanagement für ungenutzte Geschäfte eingeführt werden. Einige Vermieter von der ehemaligen Bitburger Air-Base haben sich bereits auf den Posten beworben. Ihr Erfolgsrezept: Wie in einigen Bereichen des Flugplatz-Geländes scheinbar üblich, so sollen auch in der Innenstadt aus leeren Büros und anderen einst gewerblich genutzten Flächen Wohnungen werden. So etwas nennt der Kenner kreative Konversion und wäre im Fall der Fußgängerzone sogar legal.

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