Kreissparkasse Bitburg-Prüm schließt vier Filialen: Bettingen, Bollendorf, Waxweiler und Mettendorf.

Kostenpflichtiger Inhalt: Bankenwirtschaft : Kreissparkasse Bitburg-Prüm schließt vier Filialen

Bettingen, Bollendorf, Waxweiler und Mettendorf werden ab 1. Januar 2020 dicht gemacht. Die Geldautomaten der Kreissparkasse Bitburg-Prüm bleiben aber vor Ort und die Mobile Filiale kommt.

Die Versorgung im Eifelkreis sei durch ein modernes SB-Angebot, die Mobile Filiale und digitale Angebote sowie die weiterhin bestehenden Beraterfilialen sichergestellt, teilt die Sparkasse in einer Pressemitteilung am Dienstagvormittag mit.

Hintergrund der Schließungen seien die Herausforderungen in der Kreditwirtschaft: Das aktuelle Negativzinsumfeld, die fortschreitende Digitalisierung und die steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen sorgen für erheblichen Druck.

„Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm ist in den letzten Jahren mit den negativen Markt- und Einlagenzinsen sehr verantwortungsvoll umgegangen und hat die Herausforderung unternehmerisch angenommen. Angesichts der dauerhaften Belastungen und eines geänderten Nutzungsverhaltens der Kunden kommt die Kreissparkasse Bitburg-Prüm nicht umhin, ihre Filialstruktur neu zu gestalten.“, sagt Vorstandsvorsitzender Ingolf Bermes. Filialen, die von den Kunden immer weniger aufgesucht werden und damit nicht mehr wirtschaftlich seien, müssten geschlossen werden.

Das betrifft die Filialen in Bettingen, Bollendorf, Mettendorf und Waxweiler. Dennoch kommen die Bürger in diesen Orten weiter an Geld: „In diesen Gemeinden wird die Kreissparkasse in Form von SB-Geschäftsstellen, die den Kunden rund um die Uhr zur Verfügung stehen, bleiben“, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem ist geplant, dass diese Orte zusätzlich ein mal in der Woche von der Mobilen Filiale angefahren werden und sich beraten lassen können.

Die Zahl der Kundenbesuche in diesen Filialen ist nach Analysen der Sparkasse seit Längerem deutlich rückläufig. Das erklärt Bankvorstand Rainer Nickels auch mit einem geänderten Kundenverhalten: „Wie die gesamte Finanzbranche verzeichnet auch die Kreissparkasse Bitburg-Prüm einen deutlichen Wandel in den Nutzungsgewohnheiten ihrer Kunden. Immer mehr Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte bequem von zuhause oder unterwegs.“ Das belegt er mit zahlen: Im Durchschnitt besucht ein Kunde pro Jahr ein Mal seine KSK-Filiale vor Ort, hebt 24 Mal Bargeld ab, nutzt 120 Mal das Online-Banking und sage und schreibe 720 Mal die Sparkassen-App mit seinem Smartphone.

Um auch zukünftig eine flächendeckende Versorgung mit Fi-nanzdienstleistungen für alle Menschen und Unternehmen im Eifelkreis sicherzustellen, müsse die Kreissparkasse weiterhin auf einer wirtschaftlich nachhaltigen, wettbewerbsfähigen Basis arbeiten, argumentieren die Vorstände. Von daher sei es logisch, auch die Standorte hinsichtlich ihres Nutzens regelmäßig zu überprüfen und wo notwendig, an die geänderte Realität anzupassen. Das gelte auch für die SB-Standorte Weinsheim und Stadthalle Bitburg, die wegen mangelnder Nutzung zum 1. Januar 2020 ebenfalls aufgegeben werden.

Parallel plant die Kreissparkasse, sich weiterhin auf die Beratung in ihren Elf Beratungsfilialen zu fokussieren, wo „qualifiziertes Know how“ gebündelt wird. „Kunden mit komplexem Beratungsbedarf finden hier immer den richtigen Spezialisten für ihr Anliegen – ob Geldanlage, Finanzierung, Wertpapierberatung, Bausparen oder Versicherungen“, sagt Rainer Nickels. Zudem unterhält die Sparkasse weiterhin elf SB-Standorte und die Mobile Filiale mit fährt mit ihrer mobilen Filiale 16 Haltepunkte an.

Für Vorstandsvorsitzenden Ingolf Bermes ist Kundennähe mehr als die rein räumliche Nähe: „Sie definiert sich als Zusammenspiel von stationären und digitalem Service sowie qualitativ hochwertiger Beratung.“