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Kreissparkasse Bitburg-Prüm: Sparer knacken die Milliardengrenze

Kreissparkasse Bitburg-Prüm: Sparer knacken die Milliardengrenze

Mit ihrer Bilanz des vergangenen Jahres zeigt sich die Kreissparkasse Bitburg-Prüm zufrieden. Das Geldinstitut hat mehr Kredite vergeben, und auch die Kundeneinlagen sind gewachsen. Zu den Vorgängen beim Nachbarinstitut, der Kreissparkasse Vulkaneifel, schweigen die Bitburg-Prümer.

Joachim Streit und Ingolf Bermes setzen ein breites Lächeln auf. Der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm und der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Bitburg-Prüm sind zufrieden. Gestern haben Bermes und Streit, der gleichzeitig Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse ist, gemeinsam mit Vorstandsmitglied Reinhold Maas die Bilanz 2011 des Eifeler Geldinstituts vorgestellt. Auch wenn es weltweit gesehen im vergangenen Jahr große Turbulenzen auf dem Finanzmarkt gab, lief in der Eifel "alles ruhig", sagt Landrat Streit, "das war ein guter Jahrgang."
Es habe ein gesundes Wachstum gegeben, und die Sparkasse habe noch mehr Kredite an die regional ansässigen Firmen vergeben als im Vorjahr, bestätigt Reinhold Maas: "Die Kredit-Summe beträgt für 2011 766 Millionen Euro." Eine Steigerung von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (734 Millionen Euro). Von einer Kreditklemme könne also keine Rede sein, sagt Maas. "Das wäre auch das Schlimmste!", sagt Streit.
Anzahl der Filialen stabil


Im Bereich der Kundeneinlagen, beispielsweise Sparbücher und Sparbriefe und Anlagen, hat die Kreissparkasse die Ein-Milliarde-Euro-Marke geknackt (1 002 Millionen Euro im Vergleich zu 985 Millionen in 2010) und damit einen Rekord aufgestellt. "Wir haben im Eifelkreis einen Marktanteil von 53 Prozent", sagt Ingolf Bermes stolz. Mehr als die Hälfte der Einwohner des Eifelkreises haben ein Konto bei der Sparkasse.
Die Anzahl der Sparkassenfilialen im Eifelkreis liegt weiterhin bei 25, auch wenn es - so Joachim Streit - aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht weniger sein könnten. "Doch wir haben ja auch einen öffentlichen Auftrag", betont der Landrat. Von den 25 Filialen wolle er drei besonders hervorheben: Die Arbeiten in der Sparkasse in Waxweiler seien bereits abgeschlossen. Nun werde die Geschäftsstelle in Dudeldorf modernisiert. Außerdem zieht die Sparkasse in Daleiden ins Haus Islek um.
Auch für 2012 gehen Streit, Bermes und Maas von einem guten Jahr für die Wirtschaft aus. "Die Arbeitslosenzahlen sind niedrig, Unternehmen stellen ein", sagt Streit.
Der Immobilienmarkt sei auf hohem Niveau. "Wichtig für den Wert der Häuser ist allerdings eine Initiative für Breitband-Internet", sagt Streit. Eine Anbindung ans Internet sei wichtig für die Lebensqualität.Extra

Zu den Vorgängen bei der Kreissparkasse Vulkaneifel wollen sich weder Landrat Streit noch der Vorstandsvorsitzende Ingolf Bermes äußern. Dort rumort es zurzeit heftig, nachdem der Verwaltungsrat der dortigen Kreissparkasse den Vertrag von Dieter Grau im Dezember nicht verlängert hat. Grau ist seit Anfang der Woche beurlaubt. Eine Fusion der beiden Sparkassen war in der Vergangenheit gescheitert und ist laut Streit kein Thema mehr. slg