Kreistag beschließt „Ausschuss für Kreisentwicklung und Klimaschutz“

Satzungsänderung beschlossen : Kreistag bekennt sich zu Klimaschutz - AfD ist dagegen

Der Kreistag hat in der jüngsten Sitzung eine Satzungsänderung beschlossen. Der Ausschuss für Kreisentwicklung soll künftig „Ausschuss für Kreisentwicklung und Klimaschutz“ heißen. Die Namensänderung soll ein Bekenntis zu mehr Umweltschutz bei der Entwicklung von Dörfern und Städten, der Wirtschaft und dem Tourismus sein.

Dem stimmten alle Fraktion zu, außer die AfD.

Deren Kreis-Chef Otto Hiller von Gärtringen hielt stattdessen eine dreiminütige Rede über vermeintlich falsche Klimaschutzpolitik.Die Bestrebungen des Eifelkreises zur Umkehrung des Klimawandels, so der Freiherr, seien „vernachlässigbar“, angesichts dessen,was in der Welt vor sich gehe. Zum anderen sei die Fixierung auf CO2 als Schadgas „ein Fetisch“ und gehöre ins Reich der „Esoterik“. Windräder seien der „Sondermüll von morgen“, und verschandelten die Landschaft. Und in der Verabschiedung von fossilem Treibstoff, auf den sich verschiedene Autohersteller derzeit vorbereiten , sieht der AfD-Chef „eine Tragödie“. Von den anderen Fraktionen wurde von Gärtringens Vortrag mit Belustigung und Befremdnis aufgenommen. So kamen Andreas Kruppert und Nico Steinbach die Argumente „fremd“ und „abstrus“ vor. Dirk Kleis (FWG) und Landrat Joachim Streit sahen im Klimaschutz einen Motor des Wirtschaftwachstums. Und Ernst Weires von den Grünen im Klimaschutz „die größte Herausforderung der Menschheit“.