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Krieg in der Ukraine: Wie die Eifeler weiter helfen

Krieg in der Ukraine : Ukraine-Hilfe aus dem Prümer Land: Das Engagement reißt nicht ab

Ungebrochenes Engagement: Die Eifeler organisieren weitere Transporte in Richtung Ukraine, um Hilfsgüter an die Grenzen des Landes und Geflüchtete nach Deutschland zu bringen. Vor allem um medizinisches Material und die Unterbringung geflohener Menschen geht es bei zwei aktuellen Initiativen.

Prüm (fpl) Aus etlichen Orten der Eifel starten Tag für Tag weitere Helfer, um den Menschen in und aus der Ukraine zur Seite zu stehen. Aktuell sind im Prümer Land zwei weitere Transporte geplant.

Vor allem um medizinische Unterstützung geht es bei einem davon: Frauenärztin Katharina Keisers von der Gemeinschafts-Praxis mit Eduard Tanner am Johannismarkt bittet die Bürger deshalb vor allem um Geldspenden. Davon werde man in der benachbarten Apotheke von Ulrich Keller dringend notwendige Medikamente, Verbands- und anderes Material zum Einkaufspreis erwerben und transportfertig machen. Es gebe in den Krankenhäusern des angegriffenen Lands teils nicht einmal mehr Pflaster, sagt die Gynäkologin.

Die Spender sollen bitte keine Medikamente in der Praxis abliefern. Ausnahme seien neu gekaufte Verbandskästen und Schmerzmittel, sofern sie ebenfalls neu und die Verpackungen ungeöffnet sind. Auch Säuglingsnahrung könne gespendet werden, denn viele junge Mütter in der Ukraine seien infolge des Kriegs so unter Stress, dass sie ihre Kinder nicht mehr stillen können.

Den Transport, seinen zweiten bereits, organisiert Pavel Mozzhenko, Chef von Paolos Pizza in Niederprüm. Auch haltbare Lebensmittel, sagt er, können abgegeben werden, „bei uns in den beiden Geschäften in Niederprüm“.

Bei Fragen: Die Praxis erreicht man unter Telefon 06551/2410, Pavel Mozzhenko unter 0176/34669141.

Die Prümer Firma Thome-Bormann ist ebenfalls engagiert. Ein erster Konvoi mit zehn Transportern, in Kooperation mit einer luxemburgischen Hilfsorganisation, ist bereits aus dem Flüchtlingslager an der polnisch-ukrainischen Grenze zurückgekehrt und hat mehr als 30 Menschen mitgebracht, die dem Krieg in ihrer Heimat entkommen konnten.

In diesen Tagen soll ein großer Bus erneut an die Grenze fahren. Das Unternehmen bittet die Eifeler Bürger darum, freie Wohnungen zu melden, weil man weitere Geflüchtete in der Region unterbringen und unterstützen will. Thome-Bormann arbeitet dabei mit den Verbandsgemeinden Arzfeld und Prüm zusammen.

Das Gute bei all den bedrückenden Nachrichten: „Die Hilfsbereitschaft ist wirklich gigantisch“, sagt Geschäftsführer Patrick Bormann. Auf einen ersten Aufruf hätten Bürger aus dem Prümer Land sofort fünf Wohnungen bereitgestellt.

Benötigt würden für weitere Transporte ebenfalls Babynahrung, Verbandsmaterial – und Geldspenden, damit vor allem medizinische Hilfsmittel beschafft werden können.

Wer die Helfer unterstützen will, kann sich per E-Mail melden. Anschrift: bormann.hilfskonvoi@web.de

Informationen erteilt Patrick Bormann unter Telefon 06551/14790.