1. Region
  2. Bitburg & Prüm

"Kriegsende in Gondenbrett - zur Erinnerung"

"Kriegsende in Gondenbrett - zur Erinnerung"

Im ungewöhnlichen Rahmen wird in Gondenbrett an das Kriegsende erinnert: Am Sonntag, 28. Oktober, sind dort Vorträge, eine Ausstellung und eine Darbietung geplant, in der die Ereignisse nachgestellt werden.

Gondenbrett. "Die Amerikaner kommen!" Mit diesem Ruf eines deutschen Fallschirmpioniers begann am 8. Februar 1945 das Ende des Krieges für die gebeutelte Gemeinde Gondenbrett.
Am Sonntag, 28. Oktober, wird deshalb im Dorf von 11 Uhr bis 17 Uhr an die Ereignisse von damals erinnert. Der Eintritt ist frei.
Nach der Eröffnung durch Ortsbürgermeister Klaus Nägel folgt ein Vortrag über die Geschehnisse jener Tage. Begleitet werden die Schilderungen durch Schauspielszenen, in denen Mitglieder der Living-History-Gruppe "IG-Fallschirmpioniere" einzelne Vorgänge in zeitgenössischen Uniformen nachspielen. Ein Veteran der deutschen Soldaten, die vor fast 68 Jahren in Gondenbrett kämpften, wird seine Erlebnisse schildern und auch eine Erklärung eines seiner Gegner, der heute in Janesville/USA lebt, verlesen. Gemeinsam findet im Anschluss ein Gedenken an die Opfer statt. Zudem wird es eine Ausstellung im Gasthaus "Zur Schneifel" geben, wo auch der Gedenktag stattfindet. Abschließend beginnt eine geführte Ortsbegehung zu den historischen Kampfstätten. Eigentlich war es nur Zufall, dass es überhaupt zu dieser Veranstaltung kam: Seit dem Sommer 2009 arbeitet der Autor Thomas Cieszynski an seinem neuen Buch. Dessen Grundlage ist ein Kriegsgefangenentagebuch eines jener deutschen Soldaten, die an den damaligen Ereignissen in Gondenbrett beteiligt waren. Bei seinen Recherchen vor Ort lernte er auch Hanns-Georg Salm kennen. Dieser fand die geschichtliche Aufarbeitung wichtig, so dass er sie von Anfang an unterstützte. Als abzusehen war, wie viel Material zusammen gekommen war - so konnten noch neun der insgesamt 23 deutschen Soldaten ausfindig gemacht und interviewt werden - entstand die Idee, diese Informationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. red/fpl