Kritische Fragen an einen Apostel

Kritische Fragen an einen Apostel

"Von Saulus zum Paulus: Was ist mir dir passiert?" - das ist nur eine der kritischen Fragen, denen sich der Apostel Paulus bei der Prümer Basilikanacht am Freitag, 19. Dezember, stellen muss. Antworten wird natürlich nicht der echte Paulus, sondern ein Theologe, der aber auf der Grundlage der Überlieferungen des Apostels argumentiert. Wer in diese Rolle schlüpft, soll allerdings bis dahin geheim bleiben.

Prüm. (ch) Das kritische Interview mit einem der bedeutendsten Apostel ist der Höhepunkt im Programm der diesjährigen Basilikanacht. Beginn ist um 19.30 Uhr. Zu der Veranstaltung kommt auch die Wanderausstellung "Mensch Paulus" in die Basilika.

Auf 18 Schautafeln wird über das Leben und das Wirken des Apostels informiert, von dem die ältesten Berichte in der Bibel stammen. Außerdem wird das Modell eines korinthischen Hauses und eines historischen Schreibtisches gezeigt.

Zur Erinnerung an den Apostel hat Papst Benedikt XVI. in diesem Jahr das Paulus-Jahr ausgerufen. Doch was können die Menschen heute von Paulus lernen? "Paulus ging es wie uns, er kannte Jesus nicht persönlich, war aber voller Begeisterung für ihn. Wie man an seinen Reisen sieht, hat er für seinen Glauben große Strapazen auf sich genommen", sagt Thomas Maas vom Ausschuss Erwachsenenbildung der Pfarreiengemeinschaft, die in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) die Basilikanacht organisiert. "Auch heute kann Paulus ein Vorbild sein, wie der Glaube dem Menschen helfen und eine Stütze geben kann."

In die Zeit des Apostels führen auch die griechisch-römischen Speisen, die im Kreuzgang des Gymnasiums angeboten werden. Die musikalische Gestaltung des Abends übernehmen Christopher Meux am Cello und Andreas Ostermann an der Orgel.

Die Ausstellung "Mensch Paulus" wird von heute bis Montag, 22. Dezember, in der Basilika zu sehen sein, so dass sie auch unabhängig von der Basilikanacht besucht werden kann.