Kritische Stimmen zum Innenstadtring

Kritische Stimmen zum Innenstadtring

Auf unseren jüngsten Bericht zur Idee eines Einbahnstraßenrings rund um die Bitburger Innenstadt haben sich TV-Leser gemeldet. Sie sehen das Verkehrskonzept, über das der Stadtrat im August entscheidet, kritisch.

Bitburg. 1300 Meter wäre er lang, der Einbahnstraßenring rund um die Bitburger Innenstadt. Der Verkehr würde linksherum vom Borenweg über Denkmalstraße und Römermauer zum Karenweg rollen. Dieses Verkehrskonzept wird auch vor dem Hintergrund der geplanten Einkaufszentren Bit-Galerie und Limbourgs Hof sowie der Umgestaltung des Postplatzes derzeit diskutiert. Fast alle Stadtratsfraktionen sind dafür, den Ring zu testen. SPD und Grüne lehnen das ab - und erhalten dafür Zuspruch von TV-Lesern:

Martha Barg (Bitburg): "Seit 30 Jahren fahre ich immer mitten durch Bitburg und fahre auch bei stockendem Verkehr keine Schleichwege. Die Anwohner der Nebenstraßen haben auch ein Recht auf gute Wohnqualität. Länger als fünf Minuten stand ich noch nie im Stau. In Bitburg wird eine belebte Innenstadt ohne Autoverkehr gewünscht. Der Ring bringt nur mehr Abgase und noch mehr Raserei."

Wolfgang Stadtfeld (Kyllburg): "Beim Innenstadtring sollte man nicht nur die Anfahrten zu den Einkaufszentren berücksichtigen, sondern auch die Einfallswege der Berufspendler in und aus der Stadt. Zum Einkaufen kann und sollte man sich ja bekanntlich Zeit lassen. Im Berufsverkehr sind Staus ärgerlich. Zu überlegen wäre auch, zum Innenstadtring sogenannte Bypässe zu schaffen, die wiederum eine Entlastung der Einbahnstraßenregelung zu Stoßzeiten bringen."

Andrea Lorse-Schleder (Ingendorf): "Ich fürchte, dass dieser Ring eine Rennbahn wird. Besonders problematisch wird die Stelle vor dem Gymnasium in der Denkmalstraße, wo morgens vor acht Uhr auch Schülerlotsen im Einsatz sind. Wie sollen dort zweispurig die Autos vorbeirasen? Bitburg ist keine Großstadt und sollte solche Rennbahnen vermeiden. Für Busse wäre zudem die Stelle bei Zangerles Eck zum Rechtsabbiegen in den Borenweg zu klein."

Oliver Schäfer (Heilenbach): "Was ist, wenn jemand einen Schlaganfall erleidet und der Krankenwagen dann erst einmal rund um die Stadt kurven muss, anstatt den kürzesten Weg zum Patienten und zum Krankenhaus nehmen zu können? Auch die Polizei Bitburg kann im Falle eines Banküberfalles in der Triererstraße nicht den gewohnten Weg über den Borenweg fahren, sondern müsste erst durch den Innenstadtring. Da wäre es doch besser, die Bit-Galerie auf dem Flugplatz anzusiedeln." scho
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