Kulturkreis Obere Kyll eröffnet Filmreihe

Kulturkreis Obere Kyll eröffnet Filmreihe

Der Kulturkreis Obere Kyll (KOK) eröffnet eine neue Vorführungsreihe mit Filmen des Regisseurs Dietrich Schubert. Titel: KOK goes Cinema. Ziel ist es, auf die kulturelle Vielfalt in der Region aufmerksam zu machen.

Kronenburg. In loser Folge sollen künftig im Haus für Lehrerfortbildung Kronenburg Filme des Regisseurs und Grimme-Preisträgers Dietrich Schubert gezeigt werden. Zum Auftakt läuft am Samstag, 10. Mai, um 19.30 Uhr im Galeriesaal seine Dokumentation "Ein blindes Pferd darf man nicht belügen - Geschichten aus der Westeifel". Erzählt werden sie von Therese Pützer, Paula Pützer, Hubert Pothen und Leonard Hammes.
Der Film: Früher wurden Erfahrungen durch Erzählen weitergegeben. Die Geschichten stützen sich auf Beobachtungen, Erfahrungen des eigenen Alltags und auf Erzählungen der Vorfahren. Geschichte wurde durch Geschichten von einer Generation zur nächsten vermittelt. "Der Film versucht, an diese Tradition, die seit Einführung des Fernsehens immer weiter zurückgegangen ist, anzuknüpfen", erläutert der Regisseur. "Alte Eifeler erzählen ihre Geschichten, Erlebnisse und Erinnerungen. Sie berichten vom Leben vergangener Generationen, von Not und Elend, aber auch von Kraft, Stärke, vom Umgang der Menschen mit der Natur, vom Leben der Frauen und Kinder."
Der Filmemacher: Dietrich Schubert, geboren in Görlitz, aufgewachsen im Allgäu und im Rheinland, fuhr zwei Jahre zur See, absolvierte eine Fotografenlehre und arbeitet sei 1968 als freier Filmemacher und Fotograf. Er schuf mehr als 70 Filme für Fernsehen und Kino. Inhaltliche Schwerpunkte seines Werks sind Filme, die sich mit der Aufarbeitung der NS-Zeit beschäftigen, Filme über die Eifel, die Geschichte der Region und das Leben ihrer Bewohner. Darüber hinaus fasziniert ihn die Wüste.
Seine Filme liefen auf nationalen und internationalen Festivals und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis 1981, dem Preis der deutschen Filmkritik 1981 und dem Filmpreis des Landes Rheinland-Pfalz 1991. Schubert lebt mit seiner Frau, der Autorin und Regisseurin Katharina Schubert, seit mehr als drei Jahrzehnten in Kronenburg.
Das Lichtspielhaus: Das Haus für Lehrerfortbildung, in den 1930er Jahren als "Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei" errichtet, ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs in Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und wird als Seminar- und Tagungsbetrieb genutzt. red

Kartenreservierung unter Telefon 06557/92070.

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