Kunst euregional

EUPEN. (red) Das Museum für Zeitgenössische Kunst Eupen, "ikob", präsentiert vom 23. Juli bis 10. September Werke zeitgenössischer Künstler.

Das "ikob" stellt bis zum 10. September Werke von bedeutenden zeitgenössischen Künstlern der Euregio vor. Die Auswahl der Künstler aus dem deutschen, niederländischen und belgischen Grenzraum wurde gemeinsam von Direktoren und Kuratoren der Museen aus Aachen, Maastricht, Hasselt, Lüttich und Eupen getroffen. Insgesamt wurden für die Ausstellung "Im Atelier - ein Besuch bei Künstlern in der Euregio" 37 Künstler ausgewählt. Dem "ikob" in Eupen ist es gelungen, 15 dieser Künstler zur Ausstellung aktueller Werke zu bewegen. Zu den 22 Künstlern, die in Eupen nicht ausgestellt sind, wird eine Videoprojektion einen virtuellen Besuch in ihren Ateliers ermöglichen. Die Kunstausstellung möchte dazu beitragen, den renommierten und teilweise international anerkannten Künstlern - auch in der Region, in der sie leben - die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Ausgestellt werden Werke von: Jowan van Barneveld (Sittard), Jacques Charlier (Lüttich), Caroline Coolen (Hasselt), Fred Eerdekens (Hasselt), Jef Geys (Baelen bei Hasselt), Michel Huisman (Heerlen), Sidi el Karchi (Sittard), Ives Maes (Hasselt), Ingeborg Meulendijks (Roermond), Johan Muyle (Lüttich), Wolfgang Nestler (Kalterherberg), Antonio Nuñez (Aachen), Vera Sous (Aachen), Bärbel Schulte Kellinghaus (Eupen) und Jim Sumkay (Lüttich). Jacques Charlier, geboren 1939, lebt und arbeitet in Lüttich. Als Autodidakt ist er das "Enfant terrible" der belgischen Kunstszene. In den vergangenen Jahren wurde seine Arbeit in Ausstellungen im S.M.A.K. in Gent, im NAK in Aachen und im Musée d'Art Moderne in Lille geehrt. Das "ikob" widmete ihm 2002 die erste Retrospektive in Belgien, nachdem das Forum d'Art du Luxembourg in der Stadt Luxemburg schon 2001 eine Retrospektive von Charlier gezeigt hatte. Johan Muyle, geboren 1956, stellt Objekte aus Alltagsgegenständen in einen denkwürdigen Zusammenhang. Er ist ein hoffnungsvoller Kandidat für die Teilnahme an der kommenden Biennale 2007 in Venedig. Antonio Nuñez lebt und arbeitet in Aachen. Der deutsch-kubanische Künstler, steht stellvertretend für die sozial engagierte Kunst Süd- und Mittelamerikas. In seinen Arbeiten setzt er sich mit der Informationsflut und dem Konsumverhalten unserer Gesellschaft kritisch auseinander. Für die seit sieben Jahren in Eupen lebende Bildhauerin Bärbel Schulte-Kellinghaus ist der menschliche Körper das zentrale Thema. In ihren Arbeiten stellt sie das Verhältnis zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit dar. Die Ausstellung ist vom 23. Juli bis 10. September im "ikob", dem Museum für Zeitgenössische Kunst Eupen zu sehen. Sie ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet drei, für Schülergruppen zwei Euro. Infos unter Telefon: 0032/ (0)87/560110.

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