Kunst, professionell präsentiert
Mobile Holzwände und eine perfekte Beleuchtung machen nach der Sanierung aus den Ausstellungsräumen im Haus Beda ein kleines Museum.
Bitburg. Mit einem neuen Gesicht präsentieren sich die Ausstellungsräume im Haus Beda nach ihrer Sanierung. Die Dr.-Hanns-Simon-Stiftung finanzierte das Projekt mit rund 300 000 Euro. Besucher können das Ergebnis der viermonatigen Bauarbeiten in der Ausstellung des Bonner Künstlers Martin Noël "An der Linie" mit Objekten, Hölzern und Druckgrafiken noch bis Ende November bewundern.
Manfred Kottmann, Leiter im Haus Beda ist begeistert: "Der Raum hat jetzt musealen Charakter und wirkt wesentlich größer, da er besser genutzt werden kann." Durch eingezogene Holzwände wurden 366 Quadratmeter Hängefläche und 125 Meter Gesamtlänge gewonnen.
Die störenden Fenster sind mit Holzstellwänden verdeckt, der Raum selbst noch mal mit Wänden unterteilt. Kottmann überzeugen die 28 Deckenleuchten und 44 Strahler, die in Ein-Prozentschritten eingestellt werden können.
"Sobald der Spot auf dem Gemälde verschwindet, ist das Bild richtig beleuchtet. Ein dunkles Bild braucht mehr Licht als ein helles. Beide können jetzt mit einer ausgewogenen Beleuchtung nebeneinander hängen", erklärt Kottmann. Eine tageslichtähnliche Farbtemperatur lässt den geschlossenen Raum auch ohne Tageslicht wirken.
Hochwertige Optik vermeidet Beschädigungen des Kunstwerkes durch Licht. Von Videoinstallationen bis Gemälden ist es jetzt möglich, jegliche Kunstart professionell zu präsentieren. "Jeder Künstler kann sich die Räume nach seinem Konzept gestalten", sagt Kottmann.
Drei weitere Ausstellungen sind zurzeit geplant. Die Nächste: Ab Sonntag, 29. November, eröffnet die Jahresausstellung der regionalen Künstler des "Kunstkreises Beda". Eine weitere Gelegenheit für alle Besucher, sich selbst von dem neuen Raumkonzept im Haus Beda überzeugen zu lassen.