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Kunstausstellung in Corona-Zeiten in der Alten Post in Pronsfeld: Leise und ohne Trubel

Kultur in der Eifel : Kunst in Corona-Zeiten: Leise und ohne Trubel in Pronsfeld

Den Stillstand während der Pandemie thematisiert eine Ausstellung in der Galerie „Alte Post“ in Pronsfeld. Unter dem Titel „Alles schläft“ gibt es Werke dreier Künstlerinnen zu sehen.

Auch in Zeiten der Pandemie  gibt es in der „Alten Post“ in Pronsfeld wieder etwas zu entdecken. In Anlehnung zum gefühlten „corona-bedingten Stillstand der Welt“, wie Galeriebesitzerin Mechthild Waxweiler sagt, hat sie eine neue Ausstellung mit dem Titel „Alles schläft“ zusammengestellt.

Gezeigt werden Textilkunst, Skulpturen und Bühnenprojekte der Künstlerinnen Maria Michels, Nadja Hormisch und Mechthild Waxweiler.

Das Thema Stillstand haben die drei Frauen in die Welt der Märchen transportiert. Und schon, wenn man die „Alte Post“ betritt, erwartet den Besucher eine Überraschung, die aber an dieser Stelle nicht verraten werden soll. Während draußen die Lastwagen und vielen Autos, die gerade wegen einer durch eine Baustelle bedingten Umleitung  durch den Ort rumpeln, noch ordentlich Krach verursachen, ist es in der Galerie tatsächlich ganz still. So wie in Dornröschens Schloss scheint auch in der Galerie alles in einen tiefen Schlaf gefallen zu sein.

„Das Projekt ‚Alles schläft‘ entwickelte sich in einer Phase des Stillstands“, sagt dazu Mechthild Waxweiler. Denn im Frühjahr hatte Maria Michels noch mehrere Erzählungen zum Thema Märchen aufgeführt. Und eigentlich hätte es damit weitergehen sollen. Doch der Corona-Lockdown setzte dem ein Ende. Die geplanten Ausstellungen wurden nach hinten im Jahr verschoben.

Im Sommer überlegten die Freundinnen, wie sie diesen unruhigen Zustand der erzwungenen Ruhe auf sanfte Art beseitigen könnten. Die Idee zu der Ausstellung „Alles schläft“, wurde geboren. Das ursprüngliche Bühnenbild wurde umgestaltet und erweitert, andere Kunstwerke hinzugefügt.

In der „Alten Post“ in Pronsfeld wird eine neue Ausstellung gezeigt mit dem Titel „Alles schläft“. Foto: TV/Stefanie Glandien

„Es ist eine leise Ausstellung, die zum echten Innehalten einlädt“, sagt Mechthild Waxweiler. „Alle Werke entspringen einer alten, vielgestaltigen Märchenwelt, die gute Kräfte wecken kann, in einer Zeit, die leider alles andere als märchenhaft ist.“

Die Ausstellung wird noch bis zum Sonntag, 20. Dezember, samstags und sonntags zwischen 14 und 18 Uhr zu sehen sein. Dabei ist allerdings eine  telefonische  Vereinbarung nötig. Außerdem muss während des Besuchs natürlich eine Atemschutzmaske getragen werden.
Anmeldung sind erforderlich unter der Telefonnummer 0170/4341220.