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Kunstrasenplatz in neuen Händen

Kunstrasenplatz in neuen Händen

Ehrenamt statt Bauhof: In Arzfeld kümmern sich künftig die Mitglieder des FSV Arzfeld um die ehemalige zentrale Sportanlage der VG. Diese geht in den nächsten Tagen in den Besitz der Gemeinde über.

Arzfeld. "Der Vertrag ist unterschriftsreif, nur beim Notar waren wir noch nicht", sagt Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld. Auch am Zaun hängt noch ein Schild, das den Kunstrasenplatz in Arzfeld als zentrale Sportanlage der VG ausweist. Doch das ist bald Geschichte. Wie im vergangenen Jahr beschlossen, übergibt die VG Arzfeld aus Kostengründen ihre ehemals drei Sportplätze an die jeweiligen Gemeinden. Neben Arzfeld betrifft das Daleiden und Waxweiler (der TV berichtete).
In Arzfeld wird sich künftig der Sportverein um die Anlage kümmern, in der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die entsprechende Vereinbarung beschlossen. Demnach sorgen die Mitglieder dafür, dass beispielsweise der Rasen um den Kunstrasenplatz herumgemäht wird, und übernehmen die normale Instandhaltung. "Das klappt ganz gut", sagt Norbert Mayer, der zweite Vorsitzende des FSV Arzfeld. Als Ausgleich bekommt der Verein jährlich 5000 Euro von der Ortsgemeinde.
Weil weiterhin auch ortsfremde Sportvereine den Kunstrasenplatz nutzen dürfen, gibt es darüber hinaus einen Zuschuss von der VG. Insgesamt 12 000 Euro sind dafür im Haushalt bereitgestellt. Das Geld wird allerdings auf die drei ehemaligen zentralen Sportanlagen verteilt. "Außerdem haben wir noch Großkampenberg dazugenommen", sagt Kruppert. Denn auch der dortige Hartplatz werde von anderen Vereinen genutzt. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre werde jedoch der Kunstrasenplatz in Arzfeld am häufigsten von außerörtlichen Mannschaften frequentiert. Deshalb entfalle auch der Großteil des VG-Budgets - rund 8000 Euro - auf Arzfeld.
Sowohl Kruppert als auch Ortsbürgermeister Alfons Kockelmann loben die große Bereitschaft des Sportvereins, die Aufgaben zu übernehmen. "Der Verein war ja schon von Anfang an auf der Anlage sehr aktiv", sagt Kruppert. Beispielsweise hat er die gesamten Pflasterarbeiten in Eigenleistung übernommen, als der Kunstrasenplatz vor vier Jahren gebaut wurde. ch