Kyllburger Dornröschen schläft weiter

Kyllburger Dornröschen schläft weiter

KYLLBURG. (dj) Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten! Dieser Spruch war am Donnerstag im Bitburger Amtsgericht nicht zu hören. Das Objekt, für das sich nur ein Bieter interessiert hatte, war das seit sieben Jahren leer stehende frühere Kurhotel "Eifeler Hof" in Kyllburg.

Ende gut, alles gut. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. So schließen Märchen. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. In Kyllburg zumindest. Ende vergangenen Jahres war Bernd Spindler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kyllburg, noch im Märchen-Fieber. Gleich mehrere Prinzen seien unterwegs, um das frühere Kurhotel "Eifeler Hof" wachzuküssen. Doch den Prinzen scheint beim näheren Hinsehen die Lust am Küssen vergangen zu sein. Der Versteigerungstermin beim Amtsgericht Bitburg ist verstrichen, der "Eifeler Hof" hat aber immer noch keinen neuen Besitzer. Das einzige Gebot von 100 000 Euro hat die Bank, die die Immobilie von der zahlungsunfähigen Firma Immopeg übernommen hat, abgelehnt. Verbandsbürgermeister Spindler hatte derweil gehofft, dass es gar nicht erst zum Versteigerungstermin kommen muss, sondern dass vorher ein Interessent das leer stehende 100-Betten-Hotel kauft und es dann auf Vordermann bringt. Zweite Chance im August

Im August steht der "Eifeler Hof" voraussichtlich ein zweites Mal zur Versteigerung. Für etwa 400 000 Euro könnte das Hotel den Besitzer wechseln. Der Verkehrswert beträgt zurzeit noch 1,5 Millionen Euro. Die Summe, die ein möglicher Käufer in den "Eifeler Hof" investieren müsste, dürfte den Kaufpreis allerdings um einiges übersteigen.

Mehr von Volksfreund