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Kyllburger VG-Rat lehnt offizielle Fusionsgespräche mit Speicher ab

Kyllburger VG-Rat lehnt offizielle Fusionsgespräche mit Speicher ab

Der Kyllburger VG-Rat hat am Donnerstagabend den Antrag der CDU auf Aufnahme von offiziellen Fusionsgesprächen mit der Verbandsgemeinde Speicher abgelehnt. Stattdessen wurde auf den VG-Ratsbeschluss von Ende 2011 verwiesen: Bereits damals hatte das Gremium - gegen die Stimmen der CDU - beschlossen, ausschließlich mit Bitburg-Land Fusionsverhandlungen zu führen.

Mit den Stimmen der FWG, SPD, Grünen und eines FDP-Mitgliedes wurde der CDU-Vorstoß abgeschmettert. Im Dezember 2011 hatte der Kyllburger VG-Rat entschieden, nur mit der Verbandsgemeinde Bitburg-Land über eine Verschmelzuung zu verhandeln. Vorausgegangen war dieser Entscheidung eine Umfrage unter den Bürgern der VG Kyllburg. Diese hatten sich mit einer sehr deutlichen Mehrheit für eine Fusion mit Bitburg-Land ausgesprochen.

Dieses Bürgervotum gelte es immer noch zu beachten - so die Argumentation von FWG, SPD, Grüne und FDP am Donnerstagabend. Die CDU dagegen kritisierte die gerine Beteiligung der Bürger an der Umfrage: Nur 13 Prozent der Kyllburger ab 16 Jahren hatten bei der Befragung mitgemacht. Das sei nicht repräsentativ, so die CDU. Sie warb mit eindringlichen Worten dafür, parallel zu den Fusionsverhandlungen mit Bitburg-Land auch mit Speicher Gespräche über einen Zusammenschluss zu führen. Nicht nur könne man von der finanziellen Stärke der VG Speicher profitieren, man habe dadurch auch zum einen die Möglichkeit, am Ende zwischen A und B zu entscheiden, und zum anderen stärke dies die Verhandlungsposition der VG, betonte CDU-Fraktionssprecher Hermann-Josef Berscheid.

FWG, SPD, Grüne und ein FDP-Mitglied ließen sich davon aber nicht umstimmen: Speicher könne sich gerne den Fusionsverhandlungen von Kyllburg und Bitburg-Land anschließen, ansonsten bleibe es aber bei dem Beschluss, eine Fusion mit Bitburg-Land weiterzubetreiben.