Kyllradweg zwischen Auw an der Kyll und Daufenbach

Freizeit : Für Asphalt und Ausgleich gesorgt

Auf dem Kyllradweg wird seit gestern der Abschnitt zwischen Auw an der Kyll und Daufenbach erneuert.

Auf den Luftbildaufnahmen bei Google Maps sieht man den Unterschied und auf dem Sattel des Fahrrads spürt man ihn: Wer auf dem Kyllradweg Richtung Trier unterwegs ist, für den wird es ab Auw an der Kyll ein wenig ungemütlich. Dort ändert sich am Ortsausgang der Belag des Radwegs von Asphalt zu Mineralbeton. Und der ist inzwischen recht uneben und stellenweise sehr brüchig.

So soll das aber nicht bleiben. Seit gestern ist der rund sechs Kilometer lange Abschnitt zwischen Auw an der Kyll und Daufenbach gesperrt. Bis voraussichtlich Ende November wird dort die Deckschicht erneuert. Der bisherige Belag wird entfernt und durch eine Asphaltdecke ersetzt. Der Radverkehr wird in dieser Zeit über eine ausgeschilderte Umleitung geführt.

Dass der Abschnitt seinerzeit überhaupt mit Mineralbeton und nicht direkt mit Asphalt versehen wurde, lag nach Auskunft der VG-Verwaltung Speicher an einer Vorgabe der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Was die Untere Naturschutzbehörde in solchen Fällen ebenfalls fordert, beim Bau des Radwegabschnitts aber allem Anschein nach versäumt wurde, ist ein landespflegerischer Ausgleich für diesen Eingriff in die Natur.

Im Zuge der Sanierung wird das jetzt nachgeholt. Laut Vorgabe der Naturschutzbehörde ist ein Ausgleich auf einer Gesamtfläche von 15 200 Quadratmetern erforderlich. Weil aber weder die Verbandsgemeinde noch eine ihrer Gemeinden derzeit über geeignete Flächen in dieser Größenordnung verfügen, hat die Verwaltung Kontakt zur Stiftung Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz aufgenommen. Und über diese Stiftung wurde der VG schließlich ein Privatgrundstück nördlich der Ortslage Speicher vermittelt.

37 300 Euro zahlt die VG für diese Kompensationsmaßnahme. Darin enthalten sind auch die Pflegemaßnahmen für die kommenden zehn Jahre.

Zwischen Auw an der Kyll und Daufenbach wird bis Ende November der Belag des Kyllradwegs erneuert. Foto: Uwe Hentschel

Für das gesamte Radwegprojekt waren im Haushalt insgesamt 627 000 Euro eingeplant, 452 000 Euro sollen davon als Zuschuss fließen. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird das Projekt aber etwas günstiger. So werden die Kosten für die Sanierung inklusive der Ausgleichsmaßnahme bei rund 590 000 Euro liegen.

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