Kylltal wird für den Raderlebnistag am 21. Juli für Motoren gesperrt

Freizeit : Autofrei durchs wilde Kylltal

Als Pionier der Raderlebnistage ging vor mehr als 20 Jahren „Kylltal aktiv“ an den Start. Die Veranstalter rechnen erneut mit regen Zuspruch, wenn am 21. Juli die Landesstraße 24 für den motorisierten Verkehr gesperrt wird.

Die Idee tauchte schon Mitte der 1990er Jahren auf, doch es musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, bis am 18. Juli 1999 erstmals die Landesstraße 24 für den motorisierten Verkehr gesperrt wurde und „Kylltal aktiv“ als einer der ersten Raderlebnistage der Region Premiere feiern konnte. Zwanzig Jahre später geht es am Sonntag, 21. Juli, von 10 bis 18 Uhr in die nunmehr schon 21. Auflage.

„Der Tag ist und bleibt hoffentlich auch weiter beliebt bei Touristen als auch Eifelern“, sagt Uschi Hallet von der Tourist-Information Bitburger Land. Zwar bange man immer mal wieder darum, ausreichend viele Helfer in den teilnehmenden Orten zu finden, „aber letztlich war das am Raderlebnistag selber dann doch nie ein Problem.“ Gemeinsam mit den Kollegen der Tourist-Information Gerolsteiner Land stemme man nach wie vor sehr gerne das Angebot, auch weil es stets so einen guten Zuspruch erfahre. So wurde das Konzept in den vergangenen zwanzig Jahren auch weitestgehend unverändert beibehalten.

„In diesem Jahr müssen wir aber leider einmal eine doch einschneidene Veränderung in Kauf nehmen. Im Eifelkreis werden wir diesmal nicht wie gewohnt in Kyllburg starten können“, sagt Hallet. Grund für die Kyllburger-Raderlebnispause: Weil größere Felsbrocken abzustürzen drohen, ist der Kylltalradweg zwischen Kyllburg und St. Thomas seit Ende Februar gesperrt (der TV berichtete; siehe unten stehender Beitrag von Rudi Höser).

„Für Kyllburg ist das natürlich sehr Schade, dass es dort nicht wie gewohnt los gehen kann, dort gab es ja auch immer ein schönes Programm “, sagt Hallet. Das fehlende Stück von etwa drei Kilometern bringe aber auch für St.Thomas und die Organisatoren ein paar Schwierigkeiten, mit denen man kalkulieren müsse. „Während in Kyllburg nämlich viele Hundert Parkplätze für Besucher zur Verfügung stehen, hat St.♦Thomas nur eingeschränkt Platz. Knapp 100 Parkmöglichkeiten sind dort verfügbar“, sagt die Touristikerin.

Sobald diese Stellmöglichkeiten besetzt seien, wäre es das eben gewesen und der Ort sei dann voll. „Ausweichraum wie in Kyllburg steht dort halt nicht zur Verfügung. An die Gäste die mit dem Auto anreisen können wir nur appellieren, trotz der Sperre in Kyllburg zu starten und das gesperrte Stück per Zug zurückzulegen, um in St.♦Thomas dann endlich aufs Rad zu steigen.“ Hier zahle sich letztlich erneut der Vorteil der Lage im Vergleich zu anderen Raderlebnistagen aus. „Alle Orte liegen direkt an der Bahnstrecke. Wenn man nicht mehr kann oder einfach an einer anderen Stelle ein- oder aussteigen möchte, kann man schnell mal den Zug nehmen.“

Ob sportlich oder eher gemütlich, für alle Arten von Radfahrern hat das Kylltal etwas zu bieten. Foto: Vladi Nowakowski
Kylltal aktiv. Foto: Vladi Nowakowski
-+- WG: FOTOS kylltal aktiv radler cli ------------------------------------------- Von: Libeaux Christina Gesendet: Sonntag, 19. Juli 2015 15:01:31 Betreff: FOTOS kylltal aktiv radler cli Diese Nachricht wurde automatisch von einer Regel weitergeleitet. Foto: e_eifel <e_eifel@volksfreund.de>+SEP+e_eifel <e_eifel@volksfreund.de>
Kylltal aktiv. Foto: Vladi Nowakowski

„Weil es uns ja als Pioniere dann doch schon sehr lange gibt, haben sich bei einigen Besuchern übrigens richtige Rituale entwickelt“, sagt Hallet. Erfahrene Teilnehmer wüssten zum Beispiel sehr genau, dass sie nach ein paar Kilometern Fahrt in Usch leckere hausgemachte Reibekuchen erwarten dürfen (siehe Info). „Gerüchteweise soll es Teilnehmer geben, die nur wegen der guten Reibekuchen aufs Rad steigen und mitfahren“, sagt Hallet und lacht.

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