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Lachen angesagt - auch in der Kirche

FOTO: (e_eifel )
Jetzt haben wir sie wieder, die "närrischen Tage"! Da wird so manches auf den Kopf gestellt. Und das ist auch gut so.


Wer mag, der schlüpft in ein Kostüm und stellt sich anders dar als sonst. Verborgene Eigenschaften oder Wünsche werden verwirklicht. Gute Laune ist angesagt. Die Karnevalsumzüge, Kappensitzungen und Büttenreden setzten sich mit wichtigen Themen auseinander, bringen Missstände mit einem Augenzwinkern auf den Punkt. Und animieren so zum Lachen.
So wird die Wirklichkeit ernst genommen, und gleichzeitig wird sie mit Abstand betrachtet. Das Lachen befreit von der Last, die mit dem Alltäglichen verbunden sein kann, es löst Spannung. Die Fastnachtstage bieten uns die Möglichkeit, aus dem Alltags-Trott heraus zu treten und uns einfach miteinander zu freuen.
Dieses Freimachen vom Alltäglichen kann Platz schaffen für einen Neuanfang. Der beginnt mit einer Bestandsaufnahme an Aschermittwoch. In der Fastenzeit kann Neues erprobt werden und sich festigen. Und an Ostern feiern wir die Erlösung. Da schließt sich der Kreis. Denn es ist alter kirchlicher Brauch, dass an Ostern im Gottesdienst ein Witz erzählt wird. Damit wir, auch im Gottesdienst, herzhaft lachen! Dieses österliche Lachen - risus paschalis - wirkt befreiend, bringt die Freude über Jesu Auferstehung und den immer wieder möglichen Neubeginn zum Ausdruck.
Ich wünsche Ihnen viel Lachen! In den kommenden Tagen, aber auch immer wieder im Alltag. Und damit immer wieder einen Neubeginn.

Johannes Eiswirth, geschäftsführender Dekanatsreferent Dekanat St. Willibrord Westeifel