Läufer im Regen
Das Sommerfest während der Siegerehrung fiel ins Wasser, die gute Stimmung ließen sich 559 Teilnehmer beim 15. Bitburger Stadtlauf durch den Nieselregen aber nicht vermiesen.
Bitburg. (teu) Wer sagt, dass Regen immer schlecht ist? "Ich mag dieses Wetter", sagt Reinhold Lempges. Im pitschnassen Baumwoll-Shirt stand der Vorsitzende der LG Kammerwald/Geichlingen gestern Mittag im Ziel des Bitburger Stadtlaufs auf der Kölner Straße und strahlte übers ganze Gesicht. Bei solchem Wetter, das schon an den nahen Herbst erinnere, könne man gut laufen, sagte er. "Nur auf dem nassen Pflaster musste man aufpassen."
559 Läufer unterstützen die Lebenshilfe
Auch wenn Petrus den Organisatoren der BSG "Gemeinsam aktiv" bei der 15. Stadtlauf-Auflage nicht gut gesonnen war, die Läufer kamen trotzdem und förderten mit ihrem Startgeld die Arbeit der Lebenshilfe Bitburg. 559 Startnummern wurden am Sonntagvormittag ausgegeben. Ob nun Spitzenläufer wie der Dritte der Deutschen Meisterschaften Marc Kowalinski, der sich den Sieg mit Guido Streit (beide aus Trier) teilte, Laufanfänger, Kleinkinder, Senioren wie der 78-jährige Arnold Berg vom SE Orenhofen, oder behinderte Läufer - alle waren vertreten und der Bitburger Stadtlauf war wieder ein Volkslauf im besten Sinne des Wortes.
Der Tatsache, dass die Zuschauer diesmal lieber im Trockenen blieben, statt auf der Straße zu applaudieren, konnte Peter de Winkel auch Positives abgewinnen: Es sei viel einfacher gewesen die Laufstrecke frei zu halten, sagte der Fahrer des Führungsautos.
Verstärkt durch Feuerwehrleute und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) lotste die BSG "Gemeinsam aktiv" und der Läufergruppe des TV Bitburg die Ausdauersportler vom Start-Ziel-Gelände vor dem Bitburger Schlösschen über einen rund drei Kilometer langen Rundkurs über die Rittersdorfer und Prümer Straße, Rautenberg, Karrenweg sowie über Trierer und Haupt- zurück in die Kölner Straße. Um auf exakt zehn Kilometer zu kommen, wurde im Hauptlauf eine 1000 Meter lange Einführungsrunde vorgeschaltet.
Dass die Siegerehrung im Hof des Bitburger Schlösschens bei Regen und Kälte nicht zum Sommerfest wurde, war der einzige Wermutstropfen.