Land Rheinland-Pfalz investiert in Familienbildungszentren im Eifelkreis

Bildungspolitik : Mehr Geld vom Land für Familienbildung im Eifelkreis

Bei der Weiterentwicklung von Kitas zu Familienbildungszentren gibt es einen unerwarteten Zuschuss vom Land.

Mit Angeboten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe möchte der Eifelkreis Bitburg-Prüm Familien bei der Erziehung und Entwicklungs-Förderung ihrer Kinder unterstützen. Damit das gelingt und Eltern darüber hinaus auch bei der Gestaltung dieser Angebote eingebunden werden können, wurden seit 2016 zunächst acht Kindertagesstätten des Kreisgebiets zu sogenannten Familienzentren weiterentwickelt (der TV berichtete).

Zudem wurde mit den beteiligten Kindertagesstätten, den beauftragten Jugendhilfeträgern und Familienbildungsstätten sowie dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz ein Konzept zum Aufbau einer landkreisweiten Versorgungs- und Unterstützungsstruktur für Familien mit kleinen Kindern erstellt. Und dabei hat sich laut Kreisverwaltung gezeigt, „dass die Idee der Familienzentren, passgenaue und bildungsförderliche Angebote in einem sozialen Umfeld zu bündeln, den gewünschten Mehrwert für die im Eifelkreis lebenden Familien in ihrem jeweiligen Sozialraum darstellt“. Zudem werde der Zielsetzung, den Zugang zu den Angeboten und Diensten möglichst niedrigschwellig zu gestalten, Rechnung getragen.

Inzwischen gibt es kreisweit zehn Familienzentren, für deren sozialpädagogische Beratungsangebote der Kreis jährlich insgesamt knapp 140♦000 Euro bereitstellt. Ergänzend dazu werden vier weitere Familienzentren über das Landesprogramm „Kita!plus: Kita im Sozialraum“ mit 70♦000 Euro pro Jahr finanziert. Kürzlich nun hat das rheinland-pfälzische Bildungsministerium mitgeteilt, dass im Rahmen dieses Programms eine zusätzliche Förderung möglich sei. Zu den bereits bewilligten Mitteln für dieses Jahr fließen daher weitere rund 41♦400 Euro in den Eifelkreis. Für 2020 werden insgesamt rund 444♦000 Euro und für das erste Halbjahr 2021 weitere 222♦000 Euro aus dem Programm zur Verfügung gestellt.

Wie die Kreisverwaltung in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses mitteilte, können mit diesem Budget Kindertagesstätten in Sozialräumen mit besonderem Entwicklungsbedarf gefördert werden, um so den Austausch mit und zwischen den Eltern auszubauen sowie einen niedrigschwelligen Zugang für Familien zu Beratungs-- und Unterstützungsangeboten zu ermöglichen. Der Kreis spart dadurch nach Aussage der Verwaltung bis Mitte 2021 rund 250♦000 Euro.