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Land sagt Geld für Breitbandausbau im Eifelkreis zu

Infrastruktur : Land sagt 6,6 Millionen für Glasfaserausbau zu

Das Geld soll in die Internetversorgung von Außengehöften und Ortsrandlagen, den letzten weißen Flecken im Kreis, fließen.

(ma) Der Eifelkreis Bitburg-Prüm kann nach Mitteilung von Innenminister Roger Lewentz mit sechs Millionen Euro für den Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude rechnen. Im Zuge des Projektes sollen Bandbreiten von mindestens 1 Gbit/s entstehen. Mit den jetzt bewilligten 6,6 Millionen Euro wachsen die für den Breitbandausbau durch das Land bereitgestellten Fördermittel für Bitburg-Prüm auf 18 Millionen Euro.

„Das Glasfaser-Projekt im Eifelkreis ist eines von 44 laufenden Breitbandinfrastruktur-Projekten in Rheinland-Pfalz. Mit dem Nachtragshaushalt stellt das Land noch einmal zusätzliche Fördermittel in Höhe von 122 Millionen Euro für Breitbandprojekte bereit“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Das Land habe durch die Förderung des Breitbandausbaus die Versorgung in den letzten Jahren insbesondere im ländlichen Raum deutlich steigern können, so der Innenminister.

Und er betont, dass Ende 2019 bereits 90 Prozent der Haushalte auf Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s hätten zugreifen können. „43,1 Prozent der Haushalte in Rheinland-Pfalz verfügten sogar schon über Gigabit-Bandbreiten“, so Lewentz. Der konkrete Projektumfang nebst Tiefbauleistungen, neu zu schaffender Glasfaserkabel-Kilometer und Leerrohr-Infrastruktur im Eifelkreis wird im Rahmen des endgültigen Zuwendungsbescheids des Landes in abschließender Höhe festgesetzt.

Noch hat Helmut Berscheid von der Kreisverwaltung den vorläufigen Bewilligungsbescheid des Landes nicht auf dem Tisch liegen. Der Amtsleiter für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung gibt aber schon mal Auskunft darüber, wie es weitergeht.

Die sechs Millionen, die das Land in Aussicht stellt, werden in die Ausstattung der „Außengehöfte und Ortsrandlagen“ fließen, wie das Projekt amtlich heißt. Das sind die letzten zwei Prozent der Haushalte, die noch nicht angeschlossen sind – die „letzten weißen Flecken“.

Insgesamt kostet das rund 22 Millionen Euro, von denen der Bund 13 Millionen Euro übernimmt, das Land sechs Millionen Euro und der Eifelkreis zwei Millionen Euro. Liegt der Bescheid vor, wird erst mal europaweit ausgeschrieben. Ist ein passendes Angebot eingegangen, muss der endgültige Förderbescheid beantragt werden, so Berscheid. Er schätzt, das der Baustart frühestens Ende des Jahres erfolgen wird. „Der nächste Schritt ist dann das ‚Graue-Flecken-Programm’ 2023 – der Glasfaserausbau bis in jeden Haushalt, und zwar flächendeckend“, sagt Berscheid.

Und dann ist da noch eine andere Baustelle, nämlich der Rechtsstreit mit dem Internet-Provider aus Euskirchen, dessen Breitband­angebot in sieben Gemeinden im Kreis die Nutzer nicht zufrieden­stellt (der TV berichtete am 7.Dezember). Der Kreis will dort eine bessere Versorgung sicherstellen. Der Fall liegt derzeit beim Oberverwaltungsgericht Trier.