Landal Green Park Stadtkyll: Umbau fast fertig, Buchungen laufen bestens

Stadtkyll · Es war ein ziemliches Gebaggere: Im Stadtkyller Ferienpark sind nach fast genau einem Jahr die Umbau- und Erneuerungsarbeiten nahezu abgeschlossen. Derweil präzisiert Parkchef Tim Fuchs weiter das neue Profil der Anlage - und kann erfreuliche Buchungszahlen vorweisen.

Landal Green Park Stadtkyll: Umbau fast fertig, Buchungen laufen bestens
Foto: (e_pruem )

Den Rest muss die Natur machen: Tim Fuchs, seit eineinhalb Jahren Chef im Landal Green Park Stadtkyll mit seinen 209 Ferienbungalows und 155 Camping-Stellflächen, wartet darauf, "dass es auch in der Eifel mal fünf Grad mehr hat und der Rasen anwachsen kann". Dann wird nämlich auch die Liegewiese am Stausee auf der Anlage so grün, wie es der Name des Parks verspricht.

Ansonsten aber ist man mit allen Umbau-Arbeiten im gewünschten, eben grünen, Farbbereich: Der See ist nach aufwendiger Baggerei entschlammt, die Tretboote sind zu Wasser gelassen ("und erfreuen sich großer Beliebtheit", sagt Fuchs), die Kletter-Seilanlage ist gespannt, eine Spielecke für kleinste Gäste ausgestattet.

Auf dem Campingplatz sind rund die Hälfte der Stellflächen frisch angelegt und mit Bäumchen eingefasst, die zentralen Gebäude des Parks ebenfalls runderneuert, von innen und außen: Die Rezeption ist fertig, Ende Juni wird der neue Parkshop mit erweitertem Sortiment eröffnet.

Fuchs freut sich über die Punktlandung: "Der Gesamtumbau ist damit, ob Sie\'s glauben oder nicht, abgeschlossen. Nach einem Jahr Bauphase." Über die Kosten macht das Unternehmen keine Angaben, aber eine mittlere sechsstellige Summe dürfte es nach TV-Informationen gewesen sein.

Zur gleichen Zeit hat Fuchs das Zielgruppenkonzept weiter geschärft. Auf den Punkt gebracht laute es: "Erstens Hund, zweitens Fahrrad, drittens Wandern."

Fuchs will vor allem den Naturfreund gewinnen, der sich, gern mit Lumpi an seiner Seite, in Wald und Flur oder auf dem Kylltalradweg die Eifel gefallen lassen will.

Zehn Bungalows sind mit allem ausgestattet, was Herrchen und Vierbeiner erfreut. Und im Laden gibt es allerlei Hundefreundliches zu kaufen.

Für radfahrende oder wandernde Gäste ist das Angebot ebenfalls aufgestockt worden: Werkstatt, abschließbarer Fahrradraum, Waschplatz; kaufen kann man Helme, Pumpen, Brillen und andere Utensilien. Und nur bei Landal in Stadtkyll erhalten Mountain-Biker exklusiv ausgearbeitete GPS-Routen. Wanderer können sich mit Karten eindecken oder ebenfalls Equipment kaufen, in Zusammenarbeit mit dem Sporthaus Brang in Jünkerath.

Dass sich der Manager, wie er sagt, in Stadtkyll und bei den Stadtkyllern so wohl fühlt, hat gewiss auch mit erfreulichen Zahlen zu tun: Im Vergleich zu 2013 habe man voriges Jahr eine Steigerung um etwa zehn Prozent verzeichnet. Und bisher laufe es auch 2015 prima: Aktuell liege man bei den Buchungen für die Bungalows noch einmal zehn Prozent über denen von 2014. An Pfingsten waren die 209 Häuschen komplett ausgebucht und der Campingplatz sehr stark belegt, mehr als 1200 Menschen bevölkerten den Park.

Insgesamt etwa 60 000 Gäste besuchen den Park jedes Jahr, knapp die Hälfte davon bleiben eine ganze Woche, die anderen übers Wochenende oder ein paar Tage. Camping und Bungalows kamen 2014 insgesamt auf 213 000 Übernachtungen.

Eine Neuerung aus dem vorigen Jahr behält Tim Fuchs übrigens bei: das Sommerfest, bei dem man mit Ortsgemeinde, Vereinen und Gewerbe kooperiert. Der Termin: Sonntag, 26. Juli.Meinung

Neuer Chef, starker Start
Mit Tim Fuchs ist ein angenehm frischer Wind in den Stadtkyller Ferienpark gekommen. Was nicht nur daran liegt, dass er sich Gedanken um eine vernünftige und realistische Konzeption macht - wie etwa das Angebot für alle, die sich auf dem neuen Abschnitt des Kylltalradwegs tummeln. Das gilt auch dafür, wie er den Park gegenüber den Eifelern öffnet. Sehr erfreulich für die - siehe Pleitehotel am Park, siehe Freibad - in den vergangenen Jahren gebeutelte Gemeinde. f.linden@volksfreund.deExtra

So schön die Entwicklung im Ferienpark, so schade ist es um das frühere Verbandsgemeinde-Freibad in direkter Nachbarschaft: Landal bezahlte den Abriss der Einrichtung, deren Betrieb die Kommune sich nicht mehr leisten konnte (der TV berichtete). Denn man wollte den Feriengästen nicht mehr zumuten, auf ein geschlossenes Freibad zu schauen. Inzwischen ähnelt das Areal einem Acker. Die VG hat noch keinen Interessenten auftreiben können, der dort ein neues Freizeitangebot entwickelt. Auch die Ortsgemeinde wäre dabei mit im Boot - sie würde die stillgelegte Minigolfanlage im Wald gegenüber ins Angebot mit einbringen, "so dass für Investoren rund 20 000 Quadratmeter Fläche in bester touristischer Lage zur Verfügung stünden", sagt VG-Bürgermeisterin Diane Schmitz. Für sie denkbar wäre aber auch eine Erweiterung des Ferienparks mit zusätzlichen Bungalows oder anderen Attraktionen. fpl