Landrat Streit wehrt sich gegen Kritik aus Arzfeld

Landrat Streit wehrt sich gegen Kritik aus Arzfeld

Der Landrat des Eifelkreises, Joachim Streit, wendet sich in einer Stellungnahme gegen die Kritik der Arzfelder SPD: Diese hatte Ungerechtigkeiten in der Kreispolitik beklagt (der TV berichtete).

Bitburg/Arzfeld. Die Arzfelder SPD hatte kritisiert, dass der Kreis über Zweckverbände das Skigebiet auf dem Schwarzen Mann oder das Prümer Kurcenter mitfinanziert, andererseits aber ärmere Verbandsgemeinden mit leerstehenden Schulen nicht unterstütze. Der Kreis habe sehr wohl die Aufgaben der Verbandsgemeinde im Blick, erklärt dagegen Landrat Streit und verweist auf das Engagement im Zweckverband Irsental und drei im Rahmen des europäischen Leader-Programms bewilligte Maßnahmen: das Haus Golland in Daleiden, den Wohnmobilstellplatz in Üttfeld und die Umsetzung der Breitbandversorgung. Insgesamt sind dies laut Streit Maßnahmen mit einem Gesamstvolumen von "467 000 Euro, die mit rund 50 Prozent bezuschusst sind".
Bei der Breitbandversorgung stemme der Kreis die fehlenden Mittel, ohne dass Verbandsgemeinde oder Ortsgemeinden gefragt seien. Auch bei der Frage der Schulen in Daleiden habe der Kreis angeboten, Mittel der Lokalen Aktionsgruppe Leader bereitzustellen, allerdings fehle es hier an einer entsprechenden Projektausarbeitung der Gemeinde. Gleiches gelte für nicht gestellte Anträge bei sieben weiteren Projekten. Insbesondere beim Aussichtsturm Leidenborn habe man seitens des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum und der Stiftung der Kreissparkasse einen Betrag von 120 000 Euro zur Verfügung gestellt. "Wenn es aber an der Umsetzung vor Ort fehlt, kann man den Kreis nicht verantwortlich machen", urteilt Streit. red