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Landtagswahl 2021: Porträt Nico Steinbach, SPD-Kandidat im Wahlkreis 21

Landtagswahl 2021 : Nico Steinbach (SPD) tritt bei der diesjährigen Landtagswahl erneut an

Er will es nochmal wissen: 2016 ist Nico Steinbach (SPD) direkt in den Landtag gewählt worden. Dieses Jahr hofft er auf eine weitere Legislaturperiode in Mainz.

Politik, Wahlen, Landtag: Für Nico Steinbach aus Oberweiler kein unbekanntes Terrain. Der gelernte Bankkaufmann ist seit sechs Jahren Landtagsabgeordneter. Davor hat er knapp 14 Jahre in verschiedensten Funktionen bei der Volksbank in Bitburg gearbeitet, insbesondere aber in der Kundenbetreuung.

Steinbachs politische Karriere begann früh. Mit 17 Jahren ist er der SPD beigetreten, mit 20 war er Mitglied des Ortsgemeinderats und mit 24 Jahren der jüngste Bürgermeister in Rheinland-Pfalz, ein Amt, das er bis heute noch ausübt.

Die Liste seiner politischen Tätigkeiten ist lang: Vom Mitglied des SPD-Kreisverbandes über dessen Vorsitz bis hin zum Mitglied des Verbandsgemeinderates Bitburger Land oder des Kreistags Eifelkreis.

Die Motivation seines Engagements begründet der 36-Jährige mit der Möglichkeit, das Geschehen in seiner Umgebung aktiv mitzugestalten und zum „hohen Gut“ Demokratie beizutragen. „Dass unsere demokratische Gesellschaft so funktioniert wie sie ist, das fällt nicht vom Himmel.  Dass wir in Frieden und Wohlstand leben, das ist auch ein Verdienst von politischer Arbeit“, sagt er.

Die SPD mit ihren drei Attributen Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität habe ihn bei seiner Entscheidung, in welche Partei er eintreten soll, am meisten angesprochen. „Die SPD macht für die gesamte Gesellschaft Politik, insbesondere auch für diejenigen, die starke politische Vertretung brauchen, damit ihre Interessen gehört werden. Da gehört es einfach dazu, dass der Mensch im Mittelpunkt steht.“

Seine wichtigste politische Erfahrung sieht Steinbach im Erfolg, etwas zu ändern. „Wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit den richtigen Personen am Tisch sitzt, kann man doch manchmal richtig Großes anstoßen oder auch mitentscheiden.“

Ein Beispiel aus seiner Arbeit in Mainz: „Bei den Haushaltsverhandlungen zum Landeshaushalt 2019/2020 konnte ich die erforderlichen Finanzmittel ins Landes-Straßenbauprogramm für die neue Umgehungsstraße in Bitburg, die Nord-Pst-Tangente, nach zähen Verhandlungen „durchboxen“. Nur dadurch konnte im vergangenen Jahr der Spatenstich erfolgen.“

Seine Schwerpunktthemen Kommunales, Forstpolitik und Agrarpolitik ergeben sich aus seiner Sprecherfunktion inherhalb der Fraktion. „Ich bin Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten und Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau. Zudem bin ich auch Geschäftsführer der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), wo wir haupt- und ehrenamtliche Kommunalpolitiker vernetzen, auch von der SPD-Seite“, erzählt Steinbach.

Gerade die Forstpolitik sei in der Eifel ein unterschätztes Thema, das in den letzten fünf Jahren immer wichtiger wurde. „Sowohl aus Umwelt- und Klimagesichtspunkten, aber eben auch aus ökonomischer Sicht.“

Steinbach wünscht sich ausreichend Stimmen, um den Wahlkreis direkt zu gewinnen. Für seine Partei hofft er auf ein ähnliches Ergebnis wie letztes Jahr von rund 36 Prozent.

In seiner Freizeit macht er gerne Sport, als Ausgleich von seiner Arbeit. Aber auch Freunde und Familie zählen zu seinen Hobbys. „Es ist auch wichtig, dass man ausreichend viele Kontakte hat, die nichts mit Politik zu tun haben“, erklärt er lachend.