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Landtagswahl Rheinland-Pfalz: Direktkandidat Jürgen Krämer

Landtagswahl 2021 : Für Jürgen Krämer (FDP) ist Europa ein wichtiges Anliegen

Jürgen Krämer (FDP) beschäftigt sich sowohl mit wirtschaftlichen als auch landwirtschaftlichen Problemen. Nun möchte er in den Landtag - und finanzielle Fragen lösen, die auch auf EU-Ebene Bedeutung haben.

Früher hat Jürgen Krämer sich in der CDU engagiert. Bis zum Jahr 2009, als der 49-Jährige aus der Partei ausgetreten ist, „weil bestimmte Richtungen nicht mehr für mich gepasst haben“. Es folgt eine Partei-Pause. Erst 2013 orientiert er sich neu und nimmt den Rauswurf der FDP aus dem Bundestag zum Anlass, den Liberalen beizutreten. „Mein Plan war zunächst Karteileiche zu werden, ich wollte mich eigentlich nicht engagieren“, erzählt Krämer, der in Brandscheid lebt und in Prüm seit 18 Jahren als selbstständiger Investment-Vermittler arbeitet.

Ein Vorhaben, das schnell scheitert. „Die FDP hier im Eifelkreis ist eine Partei mit ganz vielen engagierten Menschen“, sagt Krämer. „Von daher ist das eine oder andere dann an mich herangetragen worden, ich bin sogar relativ schnell im Jahr 2015 Kreisvorsitzender geworden. Seit 2017 bin ich auch im Landesvorstand der FDP und habe dadurch auch das Landtagswahlprogramm mitgestaltet.“

In seiner Verbandsgemeinde Prüm ist der 49-Jährige schon seit 25 Jahren aktiv, im Gemeinderat etwa 15 Jahre, mittlerweile als Erster Beigeordneter. Im Kreistag sitzt er seit drei Jahren. „Ich engagiere mich gerne für Themen, die die Leute vor Ort bewegen. Es macht einfach Spaß, Verbesserung bei bestimmten Sachen herbeizuführen, die mich interessieren, aber bei denen ich auch glaube, dass das für die Menschen gute Themen sind.“

Krämer bezeichnet sich selbst als liberalen Menschen, ein Grund, warum er sich für die FDP entschieden hat. „Ich bin europafreundlich, Europa ist mir auch insgesamt auch ein wichtiges Anliegen. Da ist die FDP recht EU-positioniert.“ Von Berufs wegen her habe sich der gelernte Bankkaufmann und Diplombankbetriebswirt schon immer mit wirtschaftlichen Fragen auseinandergesetzt, was zudem ausschlaggeben für seinen Beitritt war. „Meiner Einschätzung nach ist die FDP die einzige Partei, die wirklich sehr gute wirtschaftliche Kompetenz darstellt.“

Aus seinem Elternhaus nimmt er das Interesse an der Landwirtschaft mit. „Ich bin Jäger und seit langen Jahren Imker. Das macht richtig viel Spaß. Nebenher bin ich Nebenerwerbslandwirt.“ Daraus kristallisiert sich später eines seiner Spezialgebiete heraus. „Als Nebenerwerbslandwirt kenne ich mich mit den ganzen Fragen aus, die die Menschen in der Landwirtschaft bewegen.“

Ein offener und fairer Umgang ist Krämer sowohl im privaten als auch im politischen Bereich wichtig. In Zeiten von Corona sei ein persönlicher Kontakt jedoch schwierig, was auch den Wahlkampf erschwere und damit die Einschätzung, woran man bei den Menschen ist.

„Man hat sonst im schon mal am Wahlkampfstand draußen gestanden und hat mit den Leuten gesprochen, da hat man auch ein Gespür bekommen, wo man in etwa steht. Aktuell bekommt man das nicht.“ Trotz des Feedbacks, das er in seiner Bürgersprechstunde erhält, könne er die Haltung der Menschen schlecht beurteilen. „Ich spüre, dass die Leute auf uns als FDP zukommen. Wie das Ergebnis ausfallen wird, kann man trotzdem ganz schlecht einschätzen.“ Für seine Partei wünscht er sich eine Prozentzahl im zweistelligen Bereich.

In seiner Freizeit spielt der 49-Jährige Posaune im Musikverein oder genießt die Stille im Wald, fernab des alltäglichen Trubels. „Wenn man draußen auf der Jagd draußen sitzt, hat man auch mal Ruhe, was man im normalen Leben nicht so hat.“