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Landtagswahl Rheinland-Pfalz: Porträt Michael Ludwig

Landtagswahl 2021 : Michael Ludwig (CDU) will als „Kümmerer“ für seine Wähler da sein

Das ist der Gedanke des 56-Jährigen. Im TV-Gespräch erzählt uns Ludwig, warum er sich politisch engagiert und welche Ziele er für den Landtag verfolgt.

Michael Ludwig macht seit seinem 16. Lebensjahr Politik. Angefangen hat der Unternehmer in der Jungen Union, bevor er 1984 zur CDU gekommen ist. Es folgen unter anderem die Mitgliedschaft im Kreistag und der Fraktionsvorsitz in der Stadt Bitburg, eine Position, die er für den Landtag aufgegeben hat.

„Ich war über viele Jahre B-Kandidat von Michael Billen“, erzählt Ludwig. Als dieser aufgehört und den 56-Jährigen angefragt hat, für ihn weiterzumachen, sagt er zu. „Ich habe überlegt und gesagt: Ok, dann kannst du dein Hobby zum Beruf machen, du kannst dann vielleicht noch mehr bewirken für die Leute aus der Region, wenn du das hauptamtlich machst.“

Bevor er in den Landtag nachgerückt ist, hat Ludwig 17 Jahre einen Maschinenbaubetrieb geführt. Seine Ausbildung macht er ab 1984 bei einer Bank und studiert später Betriebswirtschaftslehre.

Vom Bankwesen über den Maschinenbaubetrieb zur Politik. 180-Grad-Schwenke, wie er selbst sagt. Aber gerade in diesem breiten Erfahrungsschatz sieht er ein wichtiges Instrument. „Ich war angestellt, ich habe aber auch 25 Leute beschäftigt, habe Verantwortung für diese Mitarbeiter und ihre Familien gehabt“, erklärt Ludwig. „Wenn ich in einer Diskussion darüber rede, was eine Betriebsverlagerung bedeutet, dann verbinde ich das sehr schnell mit den Menschen, die dahinterstehen, weil ich es aus eigener Erfahrung weiß.“

In Mainz ist Ludwig im Ausschuss für Landwirtschaft und im Ausschuss für Umwelt aktiv. „Beide  Ausschüsse sind sehr interessant und spannend. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich auch in diesen Tätigkeitsfeldern nach der Wahl, wenn ich die Gelegenheit vom Wähler bekomme, bleibe und weitermache.“

Den Initialgrund für sein politisches Engagement sieht Ludwig in seinem Tatendrang, das Geschehen selbst mitzugestalten. Dafür müssen Menschen sich jedoch auch ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen engagieren.

„Ich bin ein Fan von Ehrenamt. Alle Engagements im Ehrenamt, da nehme ich die Politik mit rein, das sind Beiträge, damit Gesellschaft bei uns funktioniert“, sagt der 56-Jährige.

Der CDU tritt Ludwig bei, „weil ich da die größte Schnittmenge zu meinen persönlichen Ansichten habe“. Eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut, auch, wenn ihm nicht immer alle Sichtweisen gefallen. „Das ist das Schöne in einer Partei: Man kann seine eigenen Standpunkte haben und vertreten, man kann aber auch versuchen, eine Linie zu verändern. Auch durch innerparteiliche Prozesse kann man Dinge genauso gestalten wie darüber hinaus.“

Besonders schön seien die Momente, wenn das, was man entschieden hat, auch umgesetzt wird, wie zum Beispiel der Stadtbus in Bitburg, auch wenn das leider nur von kurzer Dauer war. „Ich sehe die Aufgabe des Politikers umschrieben mit dem Wort des Kümmerers, auch für seine Wähler, für die Menschen, die in seinem Wahlkreis leben. Wenn die ein Problem haben und nicht weiterkommen, dann kann der Kümmerer nicht immer helfen. Aber er kann versuchen, sich darum zu kümmern.“

Das Direktmandat möchte er gewinnen, auch wenn er nur ein Prozent mehr als der Zweitplatzierte erhält. Für seine Partei wünscht sich Ludwig 33 Prozent oder mehr.

Was macht der Unternehmer, wenn er sich nicht gerade mit Politik beschäftigt?  „Ich mache jetzt in erster Linie Ausdauersport. Um halb sechs stehe ich auf und gehe in der Regel um Viertel vor sechs laufen.“