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Landwirtschaft: Eifeler Hühnerhalter haben bei der Grünen Woche mit ihrer Kooperation einen Preis gewonnen.

Landwirtschaft : Mit Eiern aus der Eifel kann man noch was gewinnen

„Regional-Star“: Acht Hühnerhalter, darunter meist Neueinsteiger, haben bei der Grünen Woche in Berlin mit ihrer Kooperation einen Preis erhalten.

Mit einem „Regional-Star“ sind sie Ende Januar von der Grünen Woche heimgekehrt, der internationalen Landwirtschaftsmesse in Berlin: die acht Eifeler Hühnerhalter, die sich auf Anregung von Geflügelhof-Chef Lambert Lehnertz aus Habscheid zusammengetan haben, um ihr Produkt unter dem Dach der Eifel-Qualitätsmarke zu verkaufen.

Der Name ihres Zusammenschlusses: „Gemeinschaft Landwirtschaftlicher Eifel-Ei-Erzeuger“, kurz „Glee“. Wobei der englische Begriff für „Fröhlichkeit“ steht – passt ja angesichts der Verleihung. Sie erhielten den dritten Preis in der Kategorie „Organisation“, verliehen wird er von der Messe und der Fachzeitschrift Lebensmittel-Praxis.

Lambert Lehnertz versucht schon seit längerem, mehr Bauern für die Hühnerhaltung zu gewinnen. Weil es viele Milchvieh- und Schweinehalter immer schwerer haben, angesichts fallender Preise noch profitabel zu wirtschaften (der TV berichtete).

Bei „Glee“ machen deshalb auch fast nur Um- oder Neueinsteiger mit, auch wenn einige von ihnen bei der Milchviehhaltung bleiben. Es sind Höfe in Euscheid und Winringen, in Habscheid, Ochtendung, in Ließem, Orenhofen und in Brandscheid. Ihre Eier (Freiland-, Boden- oder Biohaltung) werden in einem Radius von maximal 200 Kilometern verkauft.

Die Verleihung des Preises, sagt Lambert Lehnertz, sei für ihn und die Partnerbetriebe „sehr wichtig, um im Lebensmittel-Einzelhandel den Mehrwert unseres Eifel-Eis nochmal hervorzuheben“.

Denn mit Hühnern geht noch was: Die Nachfrage ist so hoch, dass man mit ihren Eiern gutes Geld verdienen kann. Zum Beispiel in Euscheid in der Verbandsgemeinde Arzfeld: Dort haben Rainer Probst und sein Sohn Stefan umgestellt – „unser Hauptstandbein ist auf die Hühnerhaltung gegangen“, sagt Stefan Probst. Das Milchvieh haben sie nicht aufgegeben, melken jetzt aber nur noch 27 Kühe.

Ihre Eier entsprechen dem Bio-Standard, seit Oktober liefern sie aus. Läuft die Sache? „Ja, das funktioniert gut“, sagt Stefan Probst. „So, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Klar, das bringe zunächst eine Umstellung mit sich. Anfangs sei es durchaus eine Herausforderung gewesen, „weil alles neu ist“, sagt Stefan Probst. Aber mittlerweile denke man sich immer besser in alles hinein – und darüber hinaus helfe Lehnertz bei Fragen mit seiner Erfahrung.