Landwirtschaft

Zum Artikel "Eifeler Milchbauern protestieren gegen Verband" und zum Leserbrief "Entsetzen" (TV vom 16. November) meint diese Leserin:

Günter Eichertz ist entsetzt, dass seine Berufskollegen gegen den Deutschen Bauernverband (DBV) protestieren. Warum ist er nicht über die Tatenlosigkeit des DBV entsetzt? Dieser hat — wie immer — keinerlei Konzept, außer Durchhalteparolen, Hand aufhalten und nach mehr Subventionen und Zuschüssen zu schreien. Mehr ist dem DBV in den vergangenen 30 Jahren nicht eingefallen. Das alles kostet den Steuerzahler etliche Millionen Euro und hilft den Bauern kaum. Auf die Idee zu kommen, faire Preise zu fordern, ist der DBV noch nie gekommen. Das verwundert eigentlich auch nicht, schließlich sind neben einigen wenigen aktiven Bauern auch die Molkereien, der Milchindustrieverband, die Saatguterzeuger, der Raiffeisenverband und so weiter im DBV vertreten. Die Vorgenannten wollen doch nur eines: billige Rohstoffe. Erschwerend und obendrauf gibt es noch einige Kontakte zu unseren politischen Parteien. Und soll ein Bauernverbandsvertreter die Interessen der Bauern vertreten, wenn er in diversen Aufsichtsräten wie Molkerei oder Raiffeisenverband sitzt? Dazu gibt es ein Sprichwort: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing".2008 aus dem DBV ausgetreten


Gott sei Dank sind wir nach dem Milchstreik 2008 aus dem DBV ausgetreten. Den Charakter der DBV-Funktionäre haben wir danach erkannt, als sie den eigenen Bauern in den Rücken fielen und versuchten, einen Keil zwischen uns Milcherzeuger zu treiben — statt zusammenzuhalten und für unsere Existenz und die Zukunft unserer Höfe zu kämpfen! Und was den Galgen bei dem Protest in Bitburg betrifft, möchte ich Folgendes feststellen: Wer so ein dickes Fell hat und skrupellos mitansieht, wie zigtausende Traditionsbetriebe den Bach hinuntergehen und nichts unternimmt, der wird wohl auch noch ein Galgenmännchen aushalten. Renate Fisch, Birtlingen