Lange Bank

Den Bitburgern fällt es schon gar nicht mehr auf, Fremden dagegen schon: Der Zustand der Straßen in der Stadt wird immer schlechter. In der Außenwirkung kann der damit einhergehende Eindruck der Verwahrlosung nur schaden.

Man mag sich nicht vorstellen, wie der Ostring (dessen Zustand ja zumindest oberflächlich verbessert werden wird), die Gartenstraße (als Zu- und Abfahrt zum Bedaplatz durchaus von Bedeutung) oder die Sauerstraße (über die der Kreisel an der Kreisverwaltung von einem Teil des in der Saarstraße stadteinwärts fließenden Verkehrs entlastet werden soll), in fünf Jahren aussehen. Die Strategie, Investitionen in Straßen konsequent auf die lange Bank - sprich auf die Jahre 2011 und später - zu schieben, ist äußerst fragwürdig. Denn es ist absehbar, dass der öffentliche Druck bei sich stetig verschlechternder Oberflächenqualität zunehmen wird. Zudem wird man wohl auch 2011 nicht das Geld haben, alle dann völlig maroden Straßen zu sanieren. Zumal bis dahin auch die viel befahrene Saarstraße, die Rittersdorfer Straße und die Brodenheckstraße dringend einer Erneuerung bedürfen werden. Man kann der Stadt nur raten, einen eigenen Straßenbauplan zu entwickeln, der eine schrittweise Sanierung von 2007 an vorsieht, und dass dafür an anderer Stelle gespart wird. Wenn wirklich noch bis 2011 gewartet wird, ist das Problem so groß, dass man ihm kaum mehr Herr werden kann. Lars Oliver Ross

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