Lange gesucht, endlich gefunden: Eigener Raum für Bickendorfer Jugend
Bickendorf · Für die Jungs und Mädchen aus Bickendorf hat sich das Warten gelohnt: Nach langjähriger Suche haben sie nun mit Hilfe einer Familie und Unterstützung der Ortsgemeinde einen optimalen Jugendraum gefunden.
Bickendorf. Ortsbürgermeister Arnold Berg ist zufrieden. Sehr sogar. Dieses Projekt habe ihm und auch vielen anderen Menschen im Ort am Herzen gelegen, sagt Berg. Zumal es die Jugendlichen im Ort auch verdient hätten. Schließlich würde sich die Jugendgruppe seit ihrer Gründung vor drei Jahren sehr im Dorf engagieren. Von daher sei er froh, dass für die Jugend nun endlich ein Raum gefunden wurde. Keine Übergangslösung, sondern ein dauerhafter Treffpunkt.
Hausordnung ist abgehakt
Ermöglicht haben das die Eheleute Gudrun und Wolfgang Schares. Diese haben im Ortskern das Gebäude der ehemaligen Raiffeisenbank erworben, um dort einen Betrieb für Energie- und Gebäudetechnik anzusiedeln. Und im Zuge dieser Umnutzung haben sie gleichzeitig auch einen der Räume für die Jugendgruppe zur Verfügung gestellt.
Seit Anfang Februar ist die Ortsgemeinde Mieter dieses Raums. Mit der Hausordnung, die kürzlich gemeinsam von Vertretern der Ortsgemeinde, Eltern, Jugendlichen und der Jugendgruppenleiterin Christine Barg erstellt wurde, stehen nun die Regeln für die Nutzung des Raums fest.
Die Hausordnung ist damit abgehakt. Bei der Gestaltung des Raums halfen einige Eltern: So wurde beispielsweise ein neuer Fußboden verlegt und zudem eine Theke eingerichtet. Was die Einrichtung betrifft, so haben sich die Jugendlichen darum selbst gekümmert.
"Das Ganze ist innerhalb von zwei Wochen gelaufen, an den Samstagen und auch abends", sagt der Bickendorfer Sebastian Finken. Er ist einer der elf Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren, die der Jugendgruppe angehören. Fast jeden Nachmittag treffen sich die Jungs und Mädchen in ihrem neuen Raum. Um zu quatschen und um Musik zu hören. Ist die Anlage an, so hört man das meist schon von draußen.
Doch wie Sebastian erklärt, werde die Musik erst aufgedreht, wenn im Betrieb der Familie Schares Feierabend sei. "Und wenn mal einer länger im Büro sitzt, dann machen wie die Musik natürlich leiser." uhe