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Lars Ross stellt das Buch "Eine kleine Geschichte von fast allem" von Bill Bryson vor

Buchtipp : Eine kleine Geschichte von fast allem

Zugegeben, der Titel klingt nach einer allzu großen Herausforderung. Aber schon nach dem ersten Kapitel, das den ebenfalls nicht ganz anspruchslosen Titel „Bauanleitung für ein Universum“ trägt, beschleicht mich der Verdacht, dass es diesem Bill Bryson, einem 1951 im US-Bundesstaat Iowa geborenen Amerikaner, gelingen könnte, tatsächlich eine Geschichte von fast allem zu erzählen, die ich tatsächlich auf (im Taschenbuch) 605 Seiten (exklusive Quellenteil) bis  zum Ende lese.

Kurz gesagt: Es gelingt Bill Bryson, einen nicht nur bei der Stange zu halten, sondern wirklich zu unterhalten, lehrreich und rational zu sein, ohne eine kritische Distanz zur Wissenschaft zu wahren und immer wieder zu zeigen, wie wenig  wir wissen und vor allem auch welchen Unfug auch renommierte Wissenschaftler bis vor gar nicht allzu langer Zeit propagiert haben. Und das macht Bryson, bei dessen Humor man spürt, dass er fast 20 Jahre lang in England gelebt und als Journalist gearbeitet hat, mit wirklich fast allen denkbaren naturwissenschaftlichen Gebieten, vom Urknall bis zur Evolution, von der Entstehung der Erde bis zur Relativitätstheorie, von Quarks bis zu Vulkanen. Es ist ein intensives, ein kluges, ein erzählerisches und vor allem  ein brillant lustiges Buch. Das beste Sachbuch, das ich kenne und das einzige, das ich (zumindest in weiten Teilen) mehrfach gelesen habe. Als Taschenbuch übersetzt von Sebastian Vogel, verlegt bei Goldmann (ISBN 3-442-46071-9) zum Preis von 11 Euro.

Lars Ross