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Laster brennt: B51 sechs Stunden dicht

Laster brennt: B51 sechs Stunden dicht

Ein Transporter, der mit sieben Neuwagen beladen war, ist auf der B51 zwischen Bitburg und Eßlingen am Montagmorgen wegen eines technischen Defekts in Brand geraten. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Bundesstraße war für sechs Stunden gesperrt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehr als 100.000 Euro.

Kilometerlang staute sich gestern Morgen der Verkehr auf der B51. In der sogenannten Stedemer Senke zwischen Bitburg und Eßlingen war ein Transporter, der sieben Neuwagen der Marke Ford geladen hatte, in Brand geraten. Die Bundesstraße war für sechs Stunden gesperrt.

Der Transporter war in Richtung Trier unterwegs, als der Fahrer gegen 4 Uhr eine Rauchentwicklung bemerkte. Der Auflieger brannte. Nachdem er rechts ran gefahren war, verließ der Fahrer das Führerhaus unverletzt und alarmierte die Feuerwehr. Die Polizei Bitburg vermutet einen technischen Defekt an den Bremsen oder den Reifen als Brandursache. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehr als 100.000 Euro. "Als wir vor Ort eingetroffen sind, waren bereits fünf Neuwagen völlig ausgebrannt", sagt Einsatzleiter Manfred Burbach von der Feuerwehr Bitburg, die zusammen mit den Wehren aus Masholder, Newel und Speicher vor Ort war. 50 Wehrleute kämpften gut vier Stunden mit 30.000 Liter Wasser und 200 Liter Schaum gegen die Flammen. Die Hilfskräfte des THW hievten die ausgebrannten Autos mit einem Hublader von dem Transporter und brachten sie zum Nachlöschen zum Bauhof der Stadt Bitburg.

Die Bergung des Transporters war aufwendig. "Unsere Leute mussten mit schwerem Gerät den Auflieger von der Zugmaschine trennen, bevor der mehr als zehn Tonnen schwere Auflieger mit einem Kran zum Abtransport aufgeladen werden konnte", sagt Gerd Alt von der Trierer Firma Steil. Währenddessen war auch die Straßenmeisterei Bitburg mit Aufräumarbeiten beschäftigt. "Überall lagen verbrannte Kabel, Scherben und andere Fahrzeugteile", sagt Reinhold Schneider, Leiter der Straßenmeisterei.

Umleitungsstrecke über B257<EP>Erst gegen 11.30 Uhr konnte die Sperrung der viel befahrenen Bundesstraße aufgehoben werden. Umgeleitet wurden die Fahrer in Richtung Bitburg ab Helenenberg über Eisenach, Irrel und über die B257. In Richtung Trier war es umständlicher: Über die B257 ging es nach Irrel, Echternacherbrück und von dort an der Sauer entlang über die B418 nach Ralingen und schließlich bei Newel wieder auf die B51.

"Die Landstraße zwischen Irrel und Eisenach ist nicht breit genug, um dort den Bundesstraßenverkehr in beide Richtungen umzuleiten", erklärt Bruno von Landenberg, Leiter der Verkehrsabteilung beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein. Früher hätte der LBM "kleinteiliger" umgeleitet. "Da ging es dann über verschiedene Kreisstraßen, je nachdem, wo der Unfall war", sagt von Landenberg. Aber vor Jahren ist der LBM dazu übergegangen, den B51-Verkehr "möglichst adäquat" über Bundesstraßen zu leiten und hat deshalb diese Strecke zur Standard-Umleitung gemacht.

In den kommenden Tagen müssen sich die Fahrer erneut auf Verkehrsbehinderungen einstellen. "Da die Fahrbahndecke beim Brand stark beschädigt wurde, müssen wir die Stellen ausfräsen und erneuern", sagt von Landenberg. Die Ausbesserungsarbeiten sollen "so schnell wie möglich" - voraussichtlich noch diese Woche - angegangen werden und dauern ein bis maximal zwei Tage. Von Landenberg: "Dann wird der Verkehr einspurig um die Baustelle geleitet."

Extra Sperrungen und Staus nach Unfällen auf der B51

Unfallzahlen 2011: Insgesamt gab es nach Auskunft der Polizeidirektion Wittlich bisher in diesem Jahr exakt 151 Unfälle auf der B51 zwischen dem Autobahn-Anschluss A60 bei Fließem und dem Anschluss der A64 bei Trierweiler-Sirzenich 151 Verkehrsunfälle. Das sind sieben weniger als im Vorjahreszeitraum. An knapp einem Drittel der Unfälle sind LKW beteiligt. <EP>Dichter Verkehr: Die B51 ist mit rund 20000 Fahrzeugen täglich doppelt so stark befahren wie etwa die A60 bei Spangdahlem. Vor allem im Berufsverkehr sorgen Unfälle auf der Bundesstraße oft für lange Staus - vor allem, wenn die Bergungsarbeiten aufwendig sind und die Straße gesperrt werden muss.

Ein Rückblick: Ein mit Küchenmöbeln beladener LKW ist in der Nacht auf Montag, 17. Oktober, gegen 2 Uhr auf der B51 zwischen Hohensonne und Newel ins Schleudern geraten und umgekippt. Die B51 war für mehrere Stunden gesperrt. Es gab große Rückstaus in beide Fahrtrichtungen. Ein mit 21 Tonnen Schokolade beladener LKW kam am Freitagnachmittag, 23. September, auf der B51 bei Nattenheim ins Schleudern und war umgekippt.

Auch bei diesem Unfall musste die B51 wegen aufwendiger Bergungsarbeiten über Stunden gesperrt werden. Aber auch ein relativ glimpflicher Autounfall, bei dem der Fahrer eines Wagens Ende Juli bei Idenheim eine Baustellen-Bake gerammt hat und anschließend mit einem weiteren Fahrzeug kollidierte, führte wegen der Aufräumarbeiten zu einem einstündigen Stau. Ebenfalls etwa eine Stunde lang staute sich der Verkehr auf der B51, nachdem es Anfang Februar bei Hohensonne zu einem Auffahrunfall von drei Autos gekommen war.

Die längste Sperrung der Bundesstraße gab es diesen Winter. Mehr als 16 Stunden war die B51 am Montag, 17. Januar, gesperrt, weil gleich drei Sattelzüge umgekippt waren - einer bei Bitburg, einer auf Höhe Helenenberg und einer auf Höhe der Abfahrt Speicher.scho