Latein im Supermarkt

Was haben "Penaten", "Duracell" oder "Ohropax" gemeinsam? Sie haben alle einen lateinischen Ursprung. So wie viele andere Produkte auch, wie eine Ausstellung der 11. Jahrgangsstufe des Regino-Gymnasiums im Foyer der Prümer Volksbank zeigt.

Prüm. (red) "Latein ist eine tote Sprache!".Noch vor wenigen Jahren hätten nur wenige Leute diesem Satz widersprochen. Zwar war man sich immer der Bedeutung der lateinischen Sprache für verschiedene Berufszweige und für die Wissenschaft bewusst, einen darüber hinaus gehenden Nutzen wollte man den alten Sprachen jedoch nicht mehr attestieren. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Zahlen der Schüler in den alten Sprachen Latein und Griechisch steigen seit einigen Jahren in ganz Deutschland konstant, Firmen legen wieder Wert auf eine klassische Bildung ihrer Angestellten. Latein boomt!Dass aber auch der Alltag viel mehr von der lateinischen Sprache beeinflusst ist, als viele sich bewusst sind, haben kürzlich die 21 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Latein der 11. Jahrgangsstufe am Regino-Gymnasium in Prüm nachgewiesen, und zwar an einem kleinen Ausschnitt des Alltags, dem Einkauf im Supermarkt. In den gefüllten Regalen eines Supermarktes wimmelt es nämlich nur so von Produkten mit einem lateinischen oder aus dem Lateinischen stammenden Namen. Wissen, was im Einkaufswagen landet

In vielen Fällen ist der Name bei diesen Produkten auch Programm. Viele Firmen benutzen den lateinischen Produktnamen bewusst, um Assoziationen zum Produkt zu wecken, andere wissen gar nicht, dass ihr Produktname lateinischen Ursprungs ist. Damit Sie in Zukunft auch wissen, was da überhaupt in Ihrem Einkaufswagen landet, haben die Mitglieder des Kurses zusammen mit ihrem Lehrer Stephan Welker recherchiert, was die Penaten mit der gleichnamigen Creme zu tun haben, warum Batterien von "Duracell" ihren Namen mit Recht tragen oder inwiefern "Ohropax" dem Ohr Frieden bringt. 23 Produkte sind in dieser Ausstellung dargestellt, die Liste ließe sich beliebig verlängern. Die Ausstellung ist noch bis Anfang Juli im Foyer der Volksbank in Prüm zu sehen.

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