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Laura Meyer und Daniel Tholl aus Üttfeld messen sich im Landschaftsbau

Berufswettbewerb : Erfolgreiche Eifeler Landschaftsgärtner

Laura Meyer und Daniel Tholl haben im Finale des bundesweiten Berufswettbewerbs der Landschaftsgärtner Rheinland-Pfalz und das Saarland vertreten. Sie schafften es auf Platz 6.

Für das Finale des Landschaftsgärtner-Cups in Nürnberg haben sich Laura Meyer und David Tholl bereits Mitte Mai qualifiziert. Damals gewannen sie noch als Auszubildende des Gartenbaubetriebs Leufgen in Üttfeld im Landeswettbewerb den ersten Platz und ergatterten somit die Fahrkarte zum Bundeswettbewerb.

„In Nürnberg waren wir eins von insgesamt neun Teams“, erzählt Daniel Tholl. Die Aufgabenstellung sei für alle Teilnehmer des Finales identisch gewesen: „Es galt, auf einer Fläche von vier mal vier Metern eine Natursteinmauer in einem Bogen zu errichten und ein Steinpflaster zu verlegen.“

Die Zweier-Teams hätten die Aufgabe innerhalb von 15 Stunden erfüllen müssen, sagt Tholl. „Doch dabei ging es nicht alleine um das Endergebnis, sondern auch um die Logistik auf  der Baustelle.“ Während der gesamten Bauphase hätten die Juroren des Landschaftsgärtner-Cups die Fortschritte genau beobachtet und festgehalten.

Realisiert wird der Wettbewerb durch das Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, das auch die Juroren stellt. Den Sieg im inzwischen bereits zehnten Berufswettbewerb junger Landschaftsgärtner konnte das Team aus Sachsen einheimsen, Laura Meyer und Daniel Tholl errangen Platz sechs.

„Das geht völlig in Ordnung für uns“, sagt Laura Meyer. „Das ist gutes Mittelfeld und damit können wir leben.“ Für die beiden, inzwischen ausgelernten und von ihrem Chef Jens Leufgen übernommenen Landschaftsgärtner, sei der Wettbewerb im Nürnberger Messepark auch auf anderer Ebene wichtig gewesen. „Wir konnten uns mit Kollegen austauschen, Ideen und Erfahrungen sammeln“, sagen Meyer und Tholl. Auch sei die Vorbereitung auf den Cup eine regelrechte Weiterbildung gewesen: „Wir waren im Vorfeld sieben Tage lang in Bad Kreuznach, ein Steinmetz hat uns in Sachen Natursteinmauer beraten und die Aufgabe mit uns im Detail besprochen“, sagt Daniel Tholl.

Dies sei eine Art Trainigslager für seine Azubis gewesen, sagt Jens Leufgen, Geschäftsführer des Gartenbau-Unternehmens mit 26 Beschäftigten. „Aus unserer Sicht ist das eine gute Sache, dass Weiterbildungen möglichst alle Arbeitsbereiche abdecken.“ Selbstverständlich gebe es Mitarbeiter, die sich auf Tätigkeiten spezialisiert hätten, erzählt der Chef. „Aber Landschaftsgärtner sind in erster Linie Allrounder - und je mehr Erfahrungen sie sammeln können, umso besser sind sie für ihre berufliche Laufbahn aufgestellt. „Ein guter Landschaftsgärtner findet immer Arbeit“, sagt Leufgen.

Für eine Ausbildung sollten junge Menschen eine schnelle Auffassungsgabe, kreative und handwerkliche Begabung mitbringen - und gewisse körperliche Voraussetzungen: „Ab und zu muss Schweres gehoben werden, manchmal muss man stundenweise in gebückter Haltung arbeiten, wenn beispielsweise Pflanzen einzusetzen sind.“ Er freue sich über Interesse an dem Beruf und biete laufend Praktika an, vermerkt Leufgen auf der Website des Betriebs. „Es ist ein Beruf mit Zukunft.“ Das Team des Gartenbau-Betriebs Leufgen  bestehe zurzeit aus Steinliebhabern, Motorflex-Akrobaten, Maschinenbändigern, Pflanzenflüsterern und Garten-Veredlern, heißt es auf der Website des Üttfelder Unternehmens. „Und wir suchen weitere Mitarbeiter, die selbständig, eigenverantwortlich und motiviert arbeiten.“

Informationen zur Ausbildung im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau gibt es unter www.augala.de Die Anschrift: Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Alexander-von-Humbold-Straße 4, 53604 Bad Honnef, Telefon 02224/7707.