Lauscher und Indianer
PRÜM. (kth) Der zweite Prümer Pferdemarkt in diesem Jahr – insgesamt der 31. seit 1989 – war für den Veranstalter ein voller Erfolg, obwohl das Wetter nicht immer mitspielte.
Nieselregen fiel vom Himmel, als der Markt um 7 Uhr morgens seine Tore öffnete. Trotz der trüben Aussichten waren um die Mittagszeit über 100 Pferde auf dem Festgelände. Auf dem Ausstellungsgelände und in der Markthalle gegenüber dem Prümer Bahnhof herrschte dichtes Gedränge, nachdem der Himmel aufgeklart war. Viele Pferde waren vertreten: Stuten und Hengste, Fohlen und Ponys, feurige und weniger temperamentvolle Exemplare. Hinzu kam der beliebte Kleintiermarkt mit Hühnern, Gänsen und Kaninchen. Daneben wurden ein Secondhandmarkt und eine Tauschbörse angeboten. Die Angebote für Pferdebesitzer, unter anderem Geschirre, Sättel, Reitzubehör, Reitkleidung oder Futtermittel, waren umfangreich. Gelobt wurde auch das gastronomische Angebot. Vom deftigen Reiterfrühstück bis hin zu Eifeler Küche blieb kein Wunsch unerfüllt. Reitschüler im Sattel, Quadrille auf dem Platz
Die Attraktion des Pferdemarktes war aber vor allem das breit gefächerte Rahmenprogramm. Der Eulenhof Wirbelscheid demonstrierte den Umgang mit Pferden beim Verladetransport. Viel Applaus erhielten die fünf- bis elfjährigen Reitschüler für ihre Kunststücke im Sattel, und eine Augenweide war die Quadrille des Reitvereins Prümer Land, vorgeführt vom Reiterhof Tipper mit Reitlehrer Jörg Versteegen. "Lauscher auf vier Pfoten" nannte sich die ungewöhnliche Darbietung einer bundesweit einzigartigen Truppe, bei der es um Spiel und Spaß mit Hund und Pferd ging. Höhepunkt des Rahmenprogramms war der Auftritt der Kunstreitertruppe "Ompah" aus Cottbus, die eine moderne Mischung der Zirkusreiterei und der Pferdekultur der Prärie-Indianer Nordamerikas vorführte.